Aktuelles zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022


Im Einzelnen sehe der zukünftige Fahrplan ab Finkenkrug wie folgt aus:

Die RB 10 fahre meistens ab der Minute 19 wie gehabt nach Südkreuz (und zurück nach Nauen).

Die derzeitige RB 14 fahre zukünftig als RE 2 meistens ab der Minute 49 über die Stadtbahn (also u.a. Charlottenburg und Zoo) nicht mehr nach Flughafen Schönefeld, sondern über Königs Wusterhausen nach Cottbus (und zurück nach Nauen).

Zusätzlich verkehre dann eine neue RB 14 ab der Minute 32 wie die RB 10 nach Südkreuz (und zurück nach Nauen).

Ab Falkensee gebe es weiterhin die RE 6 ab der Minute 30, die aber nicht mehr in Gesundbrunnen ende, sondern in Charlottenburg (15 Minuten nach Abfahrt in Falkensee).

Der Regionalexpress aus Wismar verkehre weiterhin ab der Minute 14 ab Falkensee, nun aber nicht mehr als RE 2, sondern als RE 8, und nicht mehr nach Cottbus, sondern nach Flughafen Berlin Schönefeld.

Nach Gesundbrunnen komme man dann direkt nur noch von Dallgow ab Minute 16 mit der RB 21, die aus Potsdam kommt (und in Wustermark Kopf macht).

Die RE 4 verkehre weiter von Dallgow (von Rathenow kommend) ab der Minute 38 neu nach Falkenberg (Elster), also weit über Ludwigsfelde hinaus (mehr als eine Stunde zusätzlicher Fahrt gen Süden).

Die Taktung ab Dallgow lasse zu wünschen übrig. Aber immerhin gebe es jetzt ab dort zwei Züge pro Stunde nach Berlin.

Die Bahn AG habe sich in 2022 bei i2030 sehr dafür eingesetzt, auch zukünftig ein starkes Regionalbahnangebot ab Finkenkrug zu erhalten. Bedroht wäre es von einer (viel langsameren) S-Bahn. Wenn diese im 10-Minuten-Takt Finkenkrug anfahren würde, rechne die Bahn-AG damit, dass das Land dann nicht noch zusätzlich die derzeit noch geplanten vier Regionalbahnverbindungen pro Stunde und Richtung bestellen würde. Der VBB habe noch im Juni 2021 eine Planung vorgestellt, in der Regionalbahnen nur noch in Falkensee halten würden – und nur noch die S-Bahn Finkenkrug, Seegefeld und Albrechtshof bediene.

In einem Reisezeitvergleich zu 100 Bahnstationen in Berlin habe die Bahn AG (mit freundlicher Unterstützung von der IG Schönes Falkensee) recherchiert, dass die Fahrt mit der Regionalbahn in 94 Fällen schneller als mit einer Express-S-Bahn wäre. Zudem habe ein reiner S-Bahnhof in Finkenkrug zur Folge, dass der Schülerverkehr von Finkenkrug z.B. zum Leonardo-da-Vinci Campus in Nauen nur noch mit Umsteigen in Falkensee möglich wäre. Die Bahn AG habe gegenüber dem MIL deutlich gegen solchen Unsinn protestiert, u.a. in ihrer Stellungnahme zum Landesnahverkehrsplan, die sie im Juni 2022 eingereicht habe. Nicht lange danach habe das MIL auf Nachfrage mitgeteilt, dass der Regionalbahnhof Finkenkrug auch bei einem S-Bahn-Anschluss Umsteigepunkt in die Regionalbahn erhalten bleiben sollte. Mit wie vielen RB-Zügen sei aber offen.

Ob die S-Bahn allerdings tatsächlich bis Finkenkrug gebaut werde, sei noch nicht entschieden. Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für eine S-Bahn sei vor etwa einem Jahrzehnt positiv für Berlin und negativ für Brandenburg ausgegangen. Wenn eine NKU noch einmal zu diesem Fazit komme, dürfte es bei der Regionalbahnanbindung bleiben. Dann aber mit vier anstelle von zwei Gleisen bis Nauen. Dies sei viel weniger störanfällig im Hinblick auf verspäteten Fernverkehr und viel leichter gleichmäßig zu takten. Eine Planung mit sechs Gleisen (also zwei weitere für eine S-Bahn) könnte auch daran scheitern, dass man Spandauer Hintergärten auf mehreren Kilometern enteignen müsste.