21. Februar 2026, 20.00 Uhr, Konzert mit dem Jazzduo „Stand Arts“

Das STAND-ARTS VocalJazzDuo spielt ein Programm, welches nicht nur aus den „Alten Bekannten“ aus Jazz – Swing – Bossa – Chansons besteht, sondern auch aus seltener gehörten Songs.

Die in Lausanne geborene Sängerin Malika Alaoui war für mehr als sechs Jahre mit dem „Cirque du Soleil“ auf der ganzen Welt unterwegs. Sie sang die Hauptrolle in der Show „Alegría“, eine der erfolgreichsten Bühnenproduktionen, die es je gab. Sie hat mit Größen wie Stuart Hamm und Robert Fripp zusammengearbeitet und kaum ein Genre der Musik dürfte ihr fremd sein.

An ihrer Seite musiziert der Berliner Gitarristen Andreas Gäbel, der sich wie Malika in mehr als einer musikalischen Tradition zu Hause fühlt. Mal spielt er seine Gitarre in der Tradition von Kenny Burrell, Joe Pass, Wes Montgomery, Barney Kessel, mal macht er Anleihen bei Jimi Hendrix, B.B.King oder Johann Sebastian Bach. 

Gehen Sie gemeinsam mit Malika und Andreas auf eine Reise zwischen den musikalischen Welten, treffen Sie Altbekanntes wieder und entdecken Neues.

Eintritt: 18€, erm. 15 € (Schüler:innen, Studierende, Schwerbehinderte)
Einlass: 19.15 Uhr
Reservierungen unter: info@buergerverein-finkenkrug.de oder 03322 – 12 47 310

Hörbeispiel:

22. Januar 2026, 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr – Unplugged Session

Am Donnerstag, dem 22.01.2026, 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr, findet erstmals im Erdgeschoss des Bürgerhauses Finkenkrug eine akustische (unplugged) Session statt. Nach dem Vorbild der Irish und Old Time Sessions wollen wir gemeinsam Musik machen: Die Musiker sitzen im Kreis und spielen der Reihe nach ein Stück. Alle anderen können begleitend mitspielen.

Die Musikstile sind offen. Wir wollen zunächst sehen, wer Interesse hat und uns kennenlernen. Bei genügend Interesse könnte daraus eine regelmäßige monatliche Veranstaltung werden.

Die Session ist natürlich auch offen für Publikum. Wer zuhören möchte, ist herzlich willkommen.

Für Getränke ist gegen einen kleinen Obulus gesorgt.

Der Eintritt ist frei.

Zur besseren Übersicht und Organisation der Veranstaltung bitten wir bis 21. Januar 2026 um Anmeldung unter Nennung Ihres Instruments und Ihres Musikinteresses unter: info@buergerverein-finkenkrug.

Sonntag, 2. November 2025, 16.00 Uhr: Falkensee – Geschichte und Geschichten einer jungen Stadt. Ein Film von Heide Gauert

Als Falkensee vor 64 Jahren – am 7. Oktober 1961 – Stadtrecht erhielt, konnte der Ort am westlichen Stadtrand Berlins schon auf eine lange Geschichte zurückblicken. Aus den namensgebenden Dörfern Falkenhagen und Seegefeld war 1923 die Gemeinde Falkensee entstanden, die bis zur Stadtgründung als das größte Dorf Deutschlands galt. Schon vor der Wende zum 20. Jahrhundert wurden die ersten „Kolonien“ gegründet, in denen vornehmlich Berliner Bürger ihr Haus im Grünen bezogen.

Die beiden Dörfer, die zunächst nur wenige hundert Einwohner zählten, wuchsen zu einer Gemeinde von rund 30.000 Einwohnern heran, bis Krieg, Nachkriegsentwicklung und Mauerbau diesem rasanten Wachstum ein Ende bereitete. Erst mit dem Fall der Mauer setzte sich ein halbes Jahrhundert später diese Entwicklung fort. Der Film aus dem Jahre 2001 erzählt die Siedlungsgeschichte dieser 42 Quadratkilometer großen Stadt, die einmalig im Berliner Raum ist.

Buch und Regie: Heide Gauert

Eintritt: frei

Laufzeit: ca. 46 Minuten

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit, Fragen an Heide Gauert zu richten.

Reservierungen unter: info@buergerverein-finkenkrug.de oder unter 03322 -12 47 310

15. November 2025, 20.00 Uhr – Konzert mit dem Duo Contra P

Das an dieser Stelle angekündigte Konzert mit der argentinischen Gitarristin Cecilia Zabala wurde leider von der Künstlerin abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Als Ersatz auch für das leider wegen Krankheit ausgefallenen Konzert am 5. April 2025 mit dem Duo Inventio wird heute erneut das Duo Contra P mit den beiden Flötisten Ulrich Roloff und Hiko Iizuka auftreten.

Foto: Wolfgang Schramm

Das Duo Contra P verbindet den Flötisten Ulrich Roloff und den Bass- und
Subkontrabassflötisten Hiko Iizuka zu einer besonders extravaganten
Klangfarbenmischung. Der eine steht für spektakuläre Bearbeitungen insbesondere
Bach’scher Werke (wie etwa die Golberg-Variationen in Quartettformation) der andere
ist Gründungsmitglied des weltbekannten Ensembles der 14 Berliner Flötisten.
Insbesondere machte das Duo auf dem Festival Summerwinds Münsterland durch die
außergewöhnliche Bearbeitung und kompositorische Erweiterung der Bach’schen
Inventionen auf sich aufmerksam. Bei ihren Konzerten präsentieren die beiden Flötisten
eine eindrucksvolle Bandbreite von in die Tiefe gehenden Flöteninstrumenten: von
gewöhnlicher großer Flöte, über Altflöte, Bassflöte bis zur Kontra-Altflöte. Die
Bearbeitungen der Werke werden stets von Ulrich Roloff vorgenommen.
Im ersten Teil des Programms widmen sich die Flötisten der Barockzeit in Werken von
Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach.
Im zweiten Teil erklingen Werke der romantischen Zeit von Ludwig van Beethoven und
Friedrich Kuhlau.
Der Name des Duos Contra P steht einerseits für Kontrapunkt, andererseits aber auch
gegen jeglichen Purismus !

Einlass: 19.15 Uhr
Eintritt: 18 €
Reservierungen unter: 03322-12 47 310 oder info@buergerverein-finkenkrug.de

Programm:
DUO CONTRA P
Ulrich Roloff Hiko Iizuka
Flöte/Altflöte Altflöte/Bassflöte/Kontra-Altflöte

Georg Philipp Telemann: Lektion des Music-Meisters
(1681 – 1767) für Flöte und Bassflöte
Largo
Allegro
Largo
Vivace
Johann Sebastian Bach: 4 Duette BWV 802 – 805
(1685 – 1750) für Flöte und Bassflöte

Georg Philipp Telemann: Sonate B-dur
für zwei Altflöten
Moderato
Presto
Dolce
Allegro
Johann Sebastian Bach: Sonate in E-dur, BWV 1035
für Flöte und Kontra-Altflöte
Adagio ma non tanto
Allegro
Siciliano
Allegro assai


Ludwig van Beethoven: Duett mit zwei obligaten Augengläsern
(1770 – 1827) für Flöte und Bassflöte
Allegro

Friedrich Kuhlau: Grand Duo Concertant op.87 Nr.2
(1786 – 1832) für Flöte und Bassflöte
Moderato assai
Presto agitato

Hörbeispiele:

6. Dezember 2025, 20.00 Uhr – Konzert mit „Bluegrass Breakdown“

Das zuvor an dieser Stelle angekündigte Konzert mit der Falkenseer Gospelgruppe „The Singers“ wurde leider abgesagt.

Foto: Bluegrass Breakdown

Als eine der erfahrensten aktiven Bands in Deutschland ist „Bluegrass Breakdown“ aus Berlin wirklich „unbreakable“ – und ein echter Dinosaurier in der Szene. Aber einer, der in den vergangenen Jahren eine ordentliche Frischzellenkur erhalten hat: Zum 41-jährigen Jubiläum der Band in diesem Jahr sind noch zwei der Gründungsmitglieder mit dabei – und tragen den Sound der Appalachen in die Bundeshauptstadt.

Seit der Fusion der beiden Berliner Bluegrass-Bands „Mountain Dew“ und „Greyhound“ im Jahr 1982 hat sich „Bluegrass Breakdown“ mehr und mehr am modernen Newgrass ausgerichtet. Neben den zahlreichen Eigenkompositionen auf ihren vier CDs interpretiert das klassisch mit Banjo, Bass, Gitarre, Fiddle und Mandoline besetzte Quintett auch Rock- und Pop-Klassiker in ungewöhnlichen Arrangements. Instrumental virtuos und mit starkem vierstimmigem Satzgesang beweisen die drei gebürtigen Berliner mit Unterstützung eines Schwaben und eines Niedersachsen: Blaues Gras gedeiht nicht nur in Kentucky, sondern wurzelt auch an der Spree ganz hervorragend!

Eintritt: 22€

Einlass: 19.15 Uhr

Reservierungen unter: 03322- 12 47 310 oder info@buergerverein-finkenkrug.de

Veröffentlicht unter 2025

10. Oktober 2026, 20.00 Uhr – „Einmischung erwünscht“. Erinnerungen an Heinrich Böll. Musikalische Lesung mit dem Schauspieler Günter Barton, begleitet von Lars Stoermer am Saxophon/Bassklarinette

Foto: Stephan Röhl und Lars Stoermer

Heinrich Böll (1917-1985) ist nicht nur als Nobelpreisträger und einer der bedeutendsten
Schriftsteller des 20. Jahrhunderts bekannt, sondern vor allem als kompromissloser
Verfechter einer kritischen Öffentlichkeit. Seine ständige politische „Einmischung“ stellt
bis heute ein Vorbild gesellschaftlichen Engagements dar. Für ihn begann die Freiheit im
Kopf.

Politische Wirkung erzielen Bölls Erzählungen dabei vor allem durch ihren sarkastischen
Realismus. Seine Figuren stattet Böll mit Vorlieben und Eigenarten aus, die er gut kennt.
Er versetzt sie nicht in eine andere Zeit oder einen anderen erkennbaren Raum. Daher
ist Böll immer wieder als Realist bezeichnet worden.

Günter Barton zeigt in dieser Lesung, wie zeitlos die Schriften Heinrich Bölls sein
können. Er liest Ausschnitte aus verschiedenen Erzählungen, Briefen, Gedichten und
anderen Schriften. Der sprachliche Vortrag Bartons fasziniert. Er lässt erleben, dass
Literatur nicht nur schön und spannend, sondern wahrer politischer Sprengstoff sein
kann. Ergänzt wird er durch den beeindruckend vielseitigen musikalischen Vortrag des
Musikers Lars Stoermer.

Gemeinsam erzählen und interpretieren sie Böll mit feiner, spitzer Zunge in Wort und
Ton. Neben den musikalischen Improvisationen stehen klassische Kompositionen, die im
Bezug zu den Texten von Heinrich Böll stehen.

Der Schauspieler Günter Barton war der erste Künstler, der am 15. Juni 2005 anlässlich der Eröffnung des Bürgerhauses Finkenkrug mit einer musikalischen Lesung „Zwischen ‚Berlin und Wien“ auftrat. Er gehört durch seine langjährige Erfahrung zu jenen
vielseitigen Künstlern, die sowohl Theater, Film und Fernsehen als auch Hörbuchproduktionen bestens kennengelernt haben. Darüber hinaus ist er ein leidenschaftlicher Vorleser von literarischen Texten, deren Inhalte er mit szenischen und musikalischen Elementen ergänzt.

Lars Stroermer spielt Saxophon, Bassklarinette, Flöte und Klarinette und komponiert.
Sein Repertoire umfasst sowohl Jazz als auch klassische Musik. Neben zahlreichen
Auftritten in unterschiedlichsten musikalischen Bereichen und Ensembles, arbeitet er
regelmäßig mit SchauspielerInnen zusammen, mit denen er musikalische Lesungen
aufführt.

Beginn: 20.00 Uhr
Einlass: 19.15 Uhr
Eintritt: 18€, erm. 15€ (SchülerInnen, Studierende, Schwerbehinderte)

Reservierungen unter: info@buergerverein-finkenkrug.de oder unter 03322-12 47 310

Samstag, 14. November 2026, 20.00 Uhr – Konzert mit Monsieur Pompadour – Jazz Manouche (Sinti Swing)

Foto: Lena Giovanazzi

Im Sommer 2014 verschlug es den französischen Bohèmien Monsieur Pompadour nach
Berlin. Zu dem illustren Kreis seiner rauschenden Feste gehörten ein singender Belgier,
ein ungarischer Geiger, ein äußerst schweigsamer Bassist und ein adeliger
Gitarrenvirtuose. Sie gründeten eine Band und überzeugen seither mit Chansons und
Songs über das Leben und die Liebe, vierstimmig gesungen und interpretiert im Stil ihrer
Idole Django Reinhardt und Stephane Grappelli. Zum Einstand verlieh ihnen Monsieur
Pompadour die Ehre seines wohlklingenden Namens und verschwand dann als blinder
Passagier auf einem Luxusdampfer.

Jazz Manouche (oder auch Sinti Swing) etablierte sich ca. 1930 in Paris durch das
legendäre Quintette de Hot Club du France. Die Hauptprotagonisten waren der Gitarrist
Django Reinhardt, ein Angehöriger der Manouches, der in Frankreich lebenden Sinti, und
der französische Geiger Stéphane Grappelli. Es entstand ein eigenständiges
europäisches Genre, das sich vom amerikanischen Swing unterschied und weltberühmt
wurde. Charakteristisch ist die perkussive Gitarrenbegleitung, genannt „La Pomp“, die der
Musik ihren unnachahmlichen Swing Drive gibt. In der jüngeren Vergangenheit scheint es,
als erlebe der Swing Manouche besonders in Berlin wieder eine Phase besonderer
Aufmerksamkeit. Seit 2014 ist „Monsieur Pompadour“ ein fester Bestandteil dieser Szene.


Besetzung:

Ernesto- voc, guit
Ferenc Hegedütok- viol, voc, singin saw
Florian von Frieling- guit, mand, voc
Antti Virtaranta- bass, voc


www.monsieurpompadour.de

Presse:
„eine hinreißende Sommerplatte“ „tiefe Liebe zum Sinti- Swing, mitreißende Lebenslust
und auch viel Humor klingen aus jeder Note…“ MDR Kultur zum Album „En Route“
„Monsieur Pompadour hat Musik im Gepäck, die fast alles kann. Mal lehnen sich die
Zuschauer zurück, mal wollen Füße und Seele tanzen. Und schon beim nächsten Stück
lauschen die Gäste der Geschichte zur Melodie…Die Berliner Musiker schaffen mit ihrer
Musik Vertrautes und etwas ganz Neues. Den Jubel des Publikums haben Sie sicher.“
Rheinische Post.

Hörbeispiele:

Eintritt: 22€, erm. 18€ (SchülerInnen, Studierende, Schwerbehinderte)
Einlass: 19.15 Uhr

Reservierungen unter: info@buergerverein-finkenkrug.de oder 03322 – 12 47 310

19. Juni 2025 , 19.00 Uhr – Finkenkruger Lesereihe: Lesung und Gespräch: Nina Bussmann liest aus ihrem Roman „Drei Wochen im August“. Moderation: Annette Mingels

Foto: Heike Steinweg Suhrkamp Verlag

Gefördert durch:

Ein abgelegenes Ferienhaus an der Atlantikküste: Hier will Elena mit ihren Kindern drei unbeschwerte Wochen verbringen. Ihr Mann ist zuhause in Deutschland geblieben, die Ehe läuft nicht gut. Dafür hat Elena die Babysitterin Eve und eine Freundin der dreizehnjährigen Tochter mitgenommen. Doch was als entspannte Auszeit beginnt, wird immer stärker bedroht – von innen wie von außen. Und dann verschwindet eines der Mädchen spurlos.

„Nina Bussmann gelingen meisterhafte, präzise Beschreibungen in einer kunstvollen und gleichzeitig klaren Sprache.“ Deutschlandfunk Kultur

»[Drei Wochen im August]entfaltet einen Sog wie die Brandung des Atlantiks.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Nina Bussmann, geboren 1980 in Frankfurt am Main, lebt in Berlin und im Wendland. Sie veröffentlichte die Romane Große Ferien (2012), Der Mantel der Erde ist heiß und teilweise geschmolzen (2017), Dickicht (2020) sowie das Hörspiel Das Brechen der Brote (2023).

Beginn: 19.00 Uhr
Einlass: 18.15 Uhr
Eintritt: 8 Euro

Reservierungen unter: Tel.: 03322 1247310, oder unter: info@buergerverein-finkenkrug.de

21. Juni 2025, 18.00 Uhr – Konzert mit manifest potsdam – Klezmer Musik

Foto: Lehnitz Wenzel

Gegründet 1973 als – wie es seinerzeit hieß – zentrale Kulturgruppe der Pädagogischen Hochschule Potsdam, entwickelte manifest mit seinen fünf (nichtjüdischen) Mitgliedern seit Beginn der 90er Jahre eine regional anerkannte Interpretation jiddischer (oder auch Klezmer-)Musik.

Das Repertoire der Gruppe umfasst vor allem Lieder und Tänze der Juden Osteuropas. In ihrem Programm „Mit Tränen aber kann man keine Tränen stillen“ erzählen sie eine fiktive jüdische Lebensgeschichte, inspiriert von Briefen, Erzählungen und Texten des jüdischen Autors Joseph Burg. Ihr Repertoire umfasst darüber hinaus jiddische Lieder, Geschichten und Tänze zu allen Lebens-Gelegenheiten. Zur Gruppe gehören Marian Herrmann (Bass), Holger Kapp (Gitarre, Mandoline, Gesang), Harald Petzold (Fidl (Violine, Viola), Gesang), Marcus Pilarski (Cello, Gesang) und Thomas Wehling (Gitarre, Gesang, Percussion). Klezmer(-Musik): Klezmer ist eine aus dem osteuropäischen (aschkenasischen) Judentum stammende Musiktradition. Sie entwickelte sich um das 15. Jahrhundert herum als eine Tradition weltlicher (nichtlithurgischer) jüdischer Musik und wurde von Klezmorim genannten Volksmusikanten gespielt. Wegen ihres fahrenden Lebensstils wurden sie allerdings von den eigenen Rabbinern eher verachtet und entwickelten Klezmer so zu einer Musik des jiddischen Schtetls. Hauptinstrumente waren zunächst Violine (jidd. Fidl), Hackbrett (jidd. Tsimbl), Kontrabass, Cello und Flöte, später Klarinette und Percussionsinstrumente.

Das Repertoire umfasst vor allem Stücke, die auf Hochzeiten und Volksfesten gespielt wurden. Für viele Zuhörer faszinierend an dieser Musik ist die Verbindung von (musikalischer) Ekstase und menschlicher Verzweiflung. Wichtige musikalische Formen sind als Tänze die mehrteiligen, oft zwischen Moll und Dur wechselnden Freylekhs (von jidd. a freylikhs shtikele = ein fröhliches Stückchen), Bulgar (ein Rundtanz) oder Nigun (wurde vor allem für die Chassiden gespielt) sowie die oft einfachen jiddischen Lieder. In Deutschland wird Klezmer seit Beginn der 70er Jahre im Zuge des sogenannten Folk-Revivals wieder verstärkt aufgeführt und gehört, hier allerdings in erster Linie als Sparte der Welt-Musik. Heute gibt es eine Reihe von Klezmer-Gruppen, deren stilistische Bandbreite von originalen Aufführungspraktiken bis hin zur Kombination mit Elementen des Jazz, Rock und Pop reichen. Zahlreiche Komponisten ließen sich von Klezmer inspirieren (z.B. Leonard Bernstein, George Gershwin, Dmitri Schostakowitsch).

 Aktuelle Besetzung

  • Violine/Bratsche: Harald Petzold
  • Cello: Markus Pilarski
  • Bass: Marian Herrmann
  • Gitarre/Löffel: Thomas Wehling
  • Mandoline/Gitarre: Holger Kapp
  • percussion/Gitarre: Holger Kempa

Eintritt: 10€

Einlass: 17.15 Uhr

Reservierungen unter: info@buergerverein-finkenkrug.de oder unter 03322-12 47 310