Trolle in Finkenkrug – Duo Kelpie begeisterte am 10. Juni 2007 mit traumhafter Musik

Kelpie
Das Duo Kelpie: Kerstin Blodig und Ian Melrose
 

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Falkensee – Sie waren alle gekommen, die Trolle, Berggeister und Wasserwesen. Die weiten, klaren Landschaften Skandinaviens, Schottlands oder auch die Weiden der zotteligen Schafe der Faröer Inseln konnte man spüren, wenn man der Musik des Duos Kelpie lauschte.

Kerstin Blodig ist international eine der wichtigsten Interpretinnen skandinavischer und keltischer Weltmusik. Die Leidenschaft mit der sie den nordischen Folk darbietet überträgt sich ab dem ersten Ton auf das Publikum. Die Stimme der Berlinerin mit norwegischen Wurzeln könnte passender nicht sein . Folk rockt, möchte man ab und an, ob des Temperamentes, meinen. Die orchestrale Fülle, die sie ihrer Akustikgitarre entlockt ist atemberaubend.

Sämtliche Klischees in den Köpfen vom kühlen Norden wurden mit dem Auftritt von Kerstin Blodig und Ian Melrose über den Haufen geworfen. Mit dem Satz „Ich geh´ jetzt mal backstage“ sprang sie aus dem Fenster des Bürgerhauses und überließ Ian Melrose die Bühne. Der Schotte, der schon wieder keinem Klischee entsprach, spielte einen wunderbaren Song aus eigener Feder, die an Fingerfertigkeit und Virtuosität nichts offen ließ. Begeistert hat das Publikum seine Interpretationen mit einer Vielzahl an eindrucksvoller Flöten honoriert.. Die whistle – Flöte- war dann schon mal ein gebogenes Plastikrohr, was der Komponist, Arrangeur und vor allem Musiker mit einem trockenen „da kann mal sehen, was man alles aus Plastik rausholen kann“ kommentierte.

Für die Zuhörer im überfüllten Bürgerhaus in Finkenkrug war die Musik des Duos eine Reise zu den Mythen des Nordens, ein Ausflug in die weite Landschaften oder einfach auch ein mitreißendes Konzert an einem Sonntagabend.

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Kulturveranstaltungen im Bürgerhaus

Bürgerhaus Finkenkrug, Feuerbachstr. 23

Anfahrt 

Beginn der Veranstaltungen jeweils 20.00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr

Reservierungen unter Tel.: 03322/ 12 47 310 oder info@buergerverein-finkenkrug.de
Bis 10 Minuten vor der Veranstaltung nicht abgeholte Karten gehen in den freien Verkauf an der Abendkasse.

Künstlerkontakt: Ines Gordon
eMail: ines.gordon@web.de

Das Berliner Duo Kelpie gastierte am 10. Juni 2007 im Bürgerhaus

Kelpie
Das Duo Kelpie: Kerstin Blodig und Ian Melrose

Celtic-Scandinavian World-Music

Eine Stimme, so klar wie norwegisches Fjordwasser – die Flöte wie der Hauch eines Nebels über den schottischen Highlands, dazu zwei ideal harmonierende virtuose Gitarren. „The Celtic-Scandinavian Dream Team“ – Kerstins und Ians regelmäßige Zusammenarbeit erstreckt sich über zwölf Jahre in verschiedenen Projekten, u.a. als Norland Wind (mit Padraig und Noel Duggan von Clannad) und Talking Water. Ihre gemeinsame Leidenschaft für ausgefeilte Arrangements, außergewöhnliche Harmonien und Rhythmen in Verbindung mit keltischen und skandinavischen Liedern ließ sie 1998 Kelpie gründen. Ians melodische Fingerpicking-Gitarre zusammen mit Kerstins groovigem Plektrumgitarrenspiel bilden die Basis für die leichtfüßig vorgetragene Balladen von Trollen und anderen Wassergeistern, pfiffig-fetzig arrangierte Reels und Hallings mit viel Spaß an spontanen Ideen und Improvisationen. Kelpie tourt regelmäßig in Europa und Nordamerika vor einem immer wachsenden begeisterten Publikum. Die bereits in Europa und Asien erschienene CD Kelpie ist weltweit auf dem renommierten amerikanischen Label Alula veröffentlicht. Die neue CD Var det du – var det deg? erscheint 2007 bei Westpark Music.

KERSTIN BLODIG (Gesang, Gitarre, Bouzouki, Mandoline, Bodhrán) gilt international als eine der wichtigsten Interpretinnen skandinavischer und keltischer Weltmusik. Als Gründungsmitglied der Gruppen Touchwood, Norland Wind und Talking Water, erstreckt sich ihre musikalische Kreativität über eine große Bandbreite. Ihre norwegischen Wurzeln zeigt sie nicht nur mit Kelpie, sondern auch in ihrem Soloprogramm und in Großbesetzung als Valivann. Ihre Solo CD Trollsang (Westpark Music) setzt sogar noch höhere musikalische Maßstäbe als ihr Debutalbum Valivann, das 2002 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde und in Nordamerika bei dem renommierten Worldmusic label Allegro erschienen ist. Kerstin ist seit neuestem offizielle Vertreterin von Gibson Guitars.

IAN MELROSE (Gitarre, Gesang, Low Whistle, Seljefløyte) aus Schottland ist ein renommierter Gitarrist, Komponist und Arrangeur der europäischen Akustikszene. Neben zahlreichen Live – und Studioprojekten, u. a. mit Clannad (Welttournee, Grammy-Award-winning CD Landmarks), mit Kerstin in Kelpie, Norland Wind und Talking Water, mit The Duggans (Produzent, Arrangeur und Musiker des Albums „Rubicon“), spielte er solo bei einigen der weltweit wichtigsten Festivals ( u.a. Montreal Jazz Festival (CAN), Celtic Connections in Glasgow/Sco.). Seine Solo CDs Wolves , Between the Sighs, A Scottish Legacy und das aktuelle Album A Shot in the Dark (Acoustic Music Records) repräsentieren seinen unverkennbaren Stil. Er ist offizieller Vertreter von DR Strings und Avalon Guitars.

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Feuerwerk im Bürgerhaus – Lulo Reinhardt-Projekt gastierte am 4. Mai 2007 im Bürgerhaus

Lulo Reinhardt

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Ein Feuerwerk der Töne prasselte am vergangenen Freitag auf die Zuhörer. Lulo Reinhardt und Uli Krämer (Lulo Reinhardt-Projekt) boten im Bürgerhaus Finkenkrug eine Latin-Jazz-Session die Begeisterungsstürme hervorrief. Während Percussionmeister Uli Krämer auf einem Verstärker zu sitzen schien und diesen gekonnt malträtierte, erzählte Lulo Reinhardt, dass er nicht eine Note beherrsche. Muss man auch nicht, wenn der Rhythmus so im Blut steckt. Das perfekt eingespielte Duo, das sich seit 15 Jahren kennt, hatte bereits nach dem ersten Stück das Publikum auf seiner Seite. „Wir sind seelenverwand“ erzählt Lulo Reinhardt über das Verhältnis zu seinem Kollegen. Das Lächeln von ihm verzückte die anwesenden Damen. „Ich bin begeistert“, war von Renate Kiel dann auch in der Pause zu hören. Währenddessen wurde mit den Künstlern gefachsimpelt. Der vermeintliche Lautsprecher entpuppte sich als ein Instrument, dem Cajon. „Das stammt aus Peru und übersetzt bedeutet es schlichtweg Kiste und wird wegen seiner Klangfülle heute vor allem für Flamenco- und Unpluggedkonzerte eingesetzt“, erläutert Uli Krämer den Anwesenden. Aber auch einem Band mit getrockneten Ziegenhufen, den Bangos, konnte er erstaunliche Töne entlocken.
Das Tempo der Musik war atemberaubend. „Da zuzuhören ist wie Achterbahnfahren“, befand Silke Schindler. Melancholische Parts wechselten mit sprühendem Temperament um dann wieder verzagt zu seufzen. Man lauschte den feurigen Gesprächen von Gitarre und Cajon. „Er erzählt mit der Gitarre“ umschreibt Peter Ellmann das Spiel von Lulo Reinhardt.
„Ich habe immer Stücke dabei, die haben noch keine Namen, vielleicht fällt euch ja einer ein.“, forderte Lulo Reihardt das Publikum auf. Ein atemberaubendes Stück aus der Feder des Sinti, der auch nichts gegen die Bezeichnung Zigeuner hat, wurde schlichtweg auf den Namen „Ein Zug nach Finkenkrug“ getauft. Ob die Bahn allerdings mit dem Tempo der Musik des Duos mithalten kann ist fraglich. „Der Rhythmus ist atemberaubend, ich glaube, wir haben jetzt Risse im Gebälk“ befand Ursula Vielhaber.
Am Ende des Abends waren alle begeistert. „Es macht viel Spaß vor so einem Publikum zu spielen“ rief Lulo Reinhardt den klatschenden, stampfenden und pfeifenden Anwesenden zu und ließ etliche Zugaben folgen.

Lulo Reinhardt, Großneffe des berühmten Django Reinhardt, lernte im Alter von 5 Jahren von seinem Vater Bawo das Gitarre spielen, mit 12 Jahren spielte er bereits im Mike Reinhardt Sextett und mit 15 war er Mitbegründer der Gruppe “ Django Reinhardt and the Heartbreakers“. International machte er sich einen Namen als hervorragender Gitarrist. 1991 gründete er mit seinem Vater Bawo und seinem Cousin Dege die Gruppe “ I Gitanos „. Er tourte mit Ihnen durch Europa, spielte unter anderem mit Toto und Marla Glenn, veröffentlichte mit der Gruppe mehrere CDs, spielte beim Festival „Rock gegen Hass“ und hatte unter anderen ein Konzert zugunsten der nordafrikanischen Saharoui in Tinduf in Algerien. Mittlerweile hat Lulo auch international einen hervorragenden Ruf als Gitarrist und Komponist.

Uli Krämer, geb. in Koblenz, studierte klassische Schlaginstrumente an der Kölner Musikhochschule bei Prof. Christoph Caskel. Während seines Studiums profitierte er vom intensiven Privatunterricht bei Peter Giger, Trilok Gurtu sowie Gary Chaffee, mit dem er auch einige Workshop-Touren durch Europa organisierte. In den folgenden Jahren spielte er in diversen Jazz-, Rock-, Punk- und Popbands.

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Konzert mit „Duo Amortal“ aus Berlin am 21. April 2007

Das Duo Amortal aus Berlin spielte vor gut gefülltem Haus argentinischen Tango, osteuropäische Folklore und französische Salonmusik.

Duo Amortal

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Bettina Hartl, geboren 1977 in München, trat bereits als Mitglied des Ensembles CANTANGO BERLN im Bürgerhaus auf. Jetzt warsie mit ihrem eigenen Duo bei uns zu Gast. Sie absolvierte ein Tonmeisterstudium in der Universität der Künste Berlin mit Hauptfach Klavier und den Nebenfächern Gesang und Gitarre. Weitere beliebte Instrumente von ihr sind Bandoneon, Mandoline, Bratsche und Kontrabass. Bettina Hartl war mehrfach erste Preisträgerin bei Solo- und Orchesterwettbewerben und trat als Bandoneonistin in Konzerten (u.a. mit Klaus Gutjahr) in Deutschland und Argentinien auf.

Dariusz Blaszkiewicz, wurde 1962 in Poznan/Polen geboren. Geigenunterricht an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Schwalbé. Mehrfacher Preisträger bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben. Solist und Konzertmeister bei verschiedenen Ensembles, u.a. dem RIAS-Orchester, sowie dem Barockensemble Musika da Camera mit Konzerten in Ungarn, Italien, Österreich, Polen und der Schweiz.

Rumänische Hochzeit auf dem Bandoneon
Duo Amortal begeisterte im Bürgerhaus

Falkensee – Nach den ersten Stücken wähnte man sich einem Kammerorchester lauschend. Virtuos und leidenschaftlich wusste Bettina Hartl dem Bandoneon die Töne zu entlocken. Kongenial begleitete Dariusz Blaszkiewicz auf der Geige. Die Klangfülle der beiden Instrumente ließ das Publikum im gut gefüllten Bürgerhaus staunen. Charmant führte Bettina Hartl durch das reich gefüllte Programm. Vor allem das Bandoneon stand im Mittelpunkt der musikalischen Reise. So erfuhren die Zuhörer, dass der Name des Instruments nach dem deutschen Heinrich Band benannt ist. Seeleute brachten es nach Lateinamerika und wurde dort das Hauptinstrument des Tangos. Anfang des letzten Jahrhunderts kehrte es mit neuer Spieltechnik zurück in die Heimat.
Melancholisch, romantisch und auch ungewöhnlich waren die Stücke des eingespielten Duos. Die Arrangements des Abends stammten fast ausschließlich aus der Feder von Bettina Hartl.
Der erste Teil des Abends galt dem Tango. Die Stücke von Astor Piazolla, Begründer des Tango Nuevo, begeisterten das Publikum. Wobei Hartl Piazollas Kompositionen für ein Quintett original getreu neu arrangierte und Klavier, Gitarre und Kontrabass mit dem 144-tönigen Bandoneon ersetzte. Dariusz Balskiewicz überraschte das Publikum mit ungewohnten Tönen. So ahmte er gekonnt das Zirpen argentinischer Grillen auf seiner Geige nach. Das Zusammenspiel des Duos war grandios. Klagend, fragend die Geige antworteten die Töne des Bandoneons sinnlich und leidenschaftlich.
„Jetzt kommt ein Stück, von dem wir lange auch nicht wussten, was es heißt“, kündigte Bettina Hartl an. Geschrieben wurde es für Gitarre und Querflöte. Sie hat es für das Duo neu arrangiert. „Für die Geige ist es fast unmöglich zu spielen“, ergänzt sie. Das Publikum bekam es dennoch zu hören. Titel des Stückes: „Vorsicht vor der Leitplanke“.
Zum Repertoire des Duos gehört auch osteuropäische Musik. So wähnte sich da Publikum bald auf einer rumänischen Hochzeit oder beim Csardas in Ungarn.
„Wir haben mit Tango angefangen, damit hören wir jetzt auch auf“, sagte Bettina Hartl.
Aber so leicht entließ das begeisterte Publikum im Bürgerhaus die Musiker nicht. Als Zugabe gab es den „Haifisch“ wiederum von Piazolla.
Im Anschluss wurde noch gefachsimpelt „ Ich finde, das Instrument ist ja fast nicht zu spielen“, befand Walter Schmidtsdorf, selbst leidenschaftlicher Akkordeonspieler. „Ich bin begeistertert.“
Antje Polese

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Berlin-Kreuzberg in Finkenkrug: Konzert mit „The Beez“ im Bürgerhaus

Am 31. März 2007 spielten The Beez aus Berllin-Kreuzberg im Bürgerhaus. Vier grandiose Musiker, ein volles Haus und eine super Stimmung, kurzum: ein phantastisches Konzert, das so viel “ Love, Beez and Happyness“ im Bürgerhaus verbreitete, dass das Publikum nur noch jubelte.

The beez
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Kitschpop ist gar nicht kitschig
The Beez brachte das Finkenkruger Bürgerhaus zum Kochen

So hätte das wohl keiner erwartet, der am Samstag zum Auftritt der selbst ernannten Kitschpopper kam. Witz, Charme und musikalisches Können verbanden sich zu einer mitreißenden Feier. Kein Auge blieb trocken. Es waren Lachtränen.
„Singen ist die beste Therapie“ meinte Peter D´Elia, der für die Band seine Heimat San Francisco aufgegeben hat, und schon folgte der Song „Psychokiller“. Seit 1998 gibt es The Beez mit wechselnder Besetzung. Deta, Initiatorin der Kitschpop-Bewegung und Gründerin der Band brillierte an ihrem Lieblingsinstrument dem Akordeon mit so nie gehörten Versionen von Queen, ACDC oder Kiss. „Rob Rayner, gebürtiger Australier, präsentierte sein Brusthaartoupee, was in den 70 Jahren ein echter Exportschlager in Australien gewesen sein soll. Auch Schlager gab es. Abba war dabei, Robin Gibb von den BeeGees, und mit „I´m only happy when it rains“ umschrieben sie ihre Reise in das Dürre geplagte Australien.
Das Publikum war hingerissen. Klatschend, pfeifend und stampfend wurde die Gruppe während der Vorstellung unterstützt. Die täuschend echte acapella-Version des Queens-Klassikers „Bohemian Rapsody“ war grandios. Auch ein gejodeltes Werk von ACDC fand ungeteilte Zustimmung. Neben recht normalen Instrumenten kamen auch Bierflaschen und Joghurtbecher zum Einsatz. Auf die Frage in welcher Sprache nun gerade gesungen wurde bei Titeln, die „Jalubilutiba“ heißen gab es nicht immer eine klärende Antwort. „ Es klang so schön, was es heißt wissen wir aber auch nicht“ bekennt Charlotte Giuliani, ausdrucksstarke Bassistin der Band. Nach nicht weniger als drei euphorisch gefeierten Zugaben einigten sich Publikum und Band darauf: „Dann machen wir das noch einmal. Im Sommer in eurem Garten, das wäre schön!“

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Klassikkonzert mit dem Roloff-Quartett am 3. März 2007

Das Roloff-Quartett spielte Werke von Juan Chrisóstomo de Arriaga und Wolfgang Amadeus Mozart.


Roloff-Quartett

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Das 1997 gegründete Quartett, bestehend aus Ulrich Roloff (Flöte), Clarissa Forster-Mommert (Violine) Katharina Becker (Viola) und Reinhild Cleff (Violoncello) hat zum Mozart-Jubiläum 2006 die Flötenquartette sehr erfolgreich aufgeführt und auch eine Live-CD dieser Werke eingespielt. Zum Repertoire des Quartettes gehören auch ausgefallene Bearbeitungen, z.B. „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ von Joseph Haydn oder die Streichquartette von Juan Crisóstomo de Arriaga.

Ulrich Roloff (www.ulrich-roloff.de) konzertiert als Solist und Ensemblemusiker im In- und Ausland und ist Gast auf Musikfestivals und in Konzertreihen (u.a. Musiktage Salzgitter, Reihe Wartburgkonzerte von DeutschlandRadio, Reihe Potsdamer Hofkonzerte im Neuen Palais, Konzert beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue). Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch kompositorischen Aufgaben. Wesentliche musikalische Prägung verdankt er der Zusammenarbeit mit seinem Vater, dem Pianisten Prof. Helmut Roloff.

Clarissa Forster-Mommert ist in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles tätig (u.a. Trio Legato). So widmet sie sich von je her neben pädagogischen Aktivitäten im Schwerpunkt der Kammermusik, war auch zeitweise Mitglied im Ensemble Oriol. Das Violinspiel begann sie mit 9 Jahren, studierte dann später Violine bei Guido van den Bosch, Christoph Poppen (Hochschule für Musik Rheinland) und Ilan Gronich (Hochschule der Künste Berlin). Clarissa Forster-Mommert nahm an Meisterkursen im In- und Ausland teil.

Katharina Becker lebt in Berlin und hat sich vor allem der Kammermusik (u.a. Mitglied im Prinzregentenquintett, Trio Legato) und pädagogischen Tätigkeiten zugewandt. Sie erhielt mit 8 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Mit 18 Jahren wechselte Katharina Becker zur Bratsche und studierte dann in Freiburg i. Br. und in Berlin an der Hochschule der Künste (nunmehr Universität der Künste). Außerdem erhielt sie wichtige Impulse von Serge Collot in Paris. Das Studium begleiteten Kurse im In- und Ausland und Tourneen durch Europa und Afrika.

Reinhild Cleff lebt als frei schaffende Musikerin in Potsdam und deckt ein breites Spektrum von musikalischen Stilrichtungen ab: früh machte sie sich einen Namen als Kammermusikerin (heute u.a. Duo mit Ulrich Roloff, Trio Legato) und Continuospielerin. Auch auf dem Barockcello konzertiert sie. Daneben beschäftigt sie sich in verschiedenen Ensembles mit freier Improvisation. Reinhild Cleff ist eine sehr gefragte Lehrerin für ganz junge Cellisten. Sie studierte in den sechziger Jahren bei Richard Klemm und Enrico Mainardi.

Im Bürgerhaus standen neben Mozart auch zwei Werke von Juan Arriaga , dem „spanischen “ Mozart, auf dem Programm. Der junge Komponist geriet nach seinem frühen Tod 1826 in Vergessenheit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Stilistisch stehen seine Streichquartette neben Haydn und Mozart, lassen aber auch Anklänge an den frühen Beethoven erkennen.

Es folgt ein Artikel von Antje Polese über das Konzert, veröffentlicht in der MAZ von 5. März 2007.

Mozart mochte keine Flöten – Roloff-Quartett zu Gast im Bürgerhaus

Antje Polese

Falkensee – Brennende Kerzenleuchter, Samtvorhänge vor den Fenstern und eine kleine Bühne dicht am Publikum boten den Rahmen für das erste klassische Konzert im Finkenkruger Bürgerhaus. „Die Atmosphäre hier ist wie bei einem Hauskonzert“ befand Flötist Ulrich Roloff.

Zu dem 1997 gegründeten Ensemble gehören neben dem Namensgeber, Calrissa Forster-Mommet (Violine), Katharina Becker (Viola) und Reinhild Cleff (Violoncello). Vom ersten Ton an spürte das Publikum die Harmonie der Musiker. Durch die stetige Interaktion während des Spiels passte jeder Einsatz perfekt. Heiter, entspannt und leidenschaftlich agierten sie auf der etwas zu kleinen Bühne.
Anlässlich des zehnten Jubiläums des Quartetts gab es auch Ausgefallenes. Im ersten Teil verzauberten sie mit Streichquartetten von Juan de Arriaga. Der wenig bekannte Komponist passt stilistisch zu Haydn und Mozart, lässt aber auch Anklänge an den frühen Mozart erkennen.

Ulrich Roloff ließ es nicht allein bei der Musik bewenden, sondern führte sein Publikum mit Anekdoten und Wissenswertem unterhaltsam durch Musikgeschichte. Der 1826 mit 19 Jahren verstorbene de Arriaga galt als frühreifes Talent. Bereits mit 15 Jahren komponierte er seine erste Oper und gilt daher auch als der „spanische Mozart“, war zu erfahren. Über die Musik de Arriagas erzählt Roloff dann: „Mich hat es so in den Fingern gejuckt, dass ich die Musik für die Flöte adaptiert habe.“. Die erste Geige wird dabei durch die Flöte ersetzt. Eine gelungene Idee, die die andächtig lauschenden Zuhörer im ausverkauften Bürgerhaus mit tosendem Beifall honorierten. Mozart mochte die Querflöte nicht, ob das denn zu hören sei, wollte Ulrich Roloff vom Publikum wissen. Es wurde gelauscht und gerätselt. Nein, man hört es nicht. Ob das am Flötisten oder Mozart liegt, ließ Roloff offen.

Die Nähe von Künstlern und Publikum ist ein großer Pluspunkt der Veranstaltungen im Bürgerhaus Finkenkrug. Könnte man die Flöte bei Arriaga vielleicht auch durch eine Oboe ersetzen, wurde denn in der Pause mit den Musikern gefachsimpelt. Am Ende waren Publikum und Musiker begeistert, was die Einen mit lang anhaltendem Applaus und die Anderen mit einer schwungvollen Zugabe ausdrückten. „Das war richtig schön“ befand denn auch Stefan Vielhaber, der mit neun Jahren jüngste Zuhörer des Abends.

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„Vertrauensstörende Maßnahmen“ – politisches Kabarett mit Heinrich Pachl am 28. Januar 2007

Der Bürgerverein Finkenkrug eröffnete am 28. Januar 2007 die Kultursaison 2007 im Bürgerhaus mit Heinrich Pachl, einem der bekanntesten Polit-Kabarettisten Deutschlands und seinem neuen Programm „Vertrauensstörende Maßnahmen“.

Heinirch Pachl

Heinrich Pachl, Preisträger des Deutschen Kabarettpreises 2006, begann in den siebziger Jahren mit neuen Formen und „alternativen“ Inhalten das Kabarettleben aufzuwecken. „Kölns bissigster“ Spötter, wie man ihn zuweilen nennt, hat sein kabarettistisches Handwerk mit Polit- und Straßentheater von der Pike auf gelernt. Bekannt wurde Pachl u.a. durch seine gemeinsamen Auftritte mit Richard Rogler, Matthias Betz und Arnulf Rating.

Mit freundlicher Genehmigung der MAZ veröffentlichen wir an dieser Stelle den nachfolgenden Artikel, der am 30. Januar 2007 in der MAZ erschien:

## Killerkanichen Donald und pommersche Kampfkartoffel
Kaberettist Heinrich Pachl bot am 28.1.2007 im Finkenkruger Bürgerhaus Polit-Satire vom Feinsten

„Es gibt Menschen, die glauben, auf dem Arbeitsamt gäbe es Arbeit. Das wäre als ob man auf dem Gesundheitsamt geheilt wird oder beim Finanzamt Geld bekäme“, stellte Heinrich Pachl ernüchtert fest. In Hochgeschwindigkeit reihte der Kölner Kabarettist bissige Bemerkungen dieser Art einander und sorgte am Sonntag bei mehr als 60 Gästen im ausverkauften Finkenkruger Bürgerhaus für nahezu anhaltendes Gelächter. Pachl präsentierte sein aktuelles Programm mit dem Titel „Vertrauensstörende Maßnahmen“. Dabei reflektierte er zunächst höhnisch, fast trocken das Zeitgeschehen, um dann nichts und niemanden ungeschoren davonkommen zu lasssen. Zur Zielscheibe seines Spottes avancierten vor allem Politiker auf allen Ebenen der Macht. Er begann bei klüngelnden Kölner Lokalpolitikern und endete bei George W. Bush und seinem „Killerkaninchen“ Donald Rumsfeld. Für jeden Star der politischen Talkrunden hatte der vitale Satiriker einen passenden Kosenamen parat. Jürgen Rüttgers trieb den Zuhörern als „Robin Hood der Arbeiterklasse“ zur Abwechslung mal vor Lachen Tränen in die Augen. Friedbert Pflüger sei die „Uschi Glas“ der CDU“ und Margaret Thatcher „die vormalige Domina der Downing Street“. Guido Westerwelle wirke wie „ein Herrenreiter, dem man das Pferd nicht mehr sattelt“. Als „Kombination aus Radio Luxemburg und Rosa Luxemburg“ bekam Oskar Lafontaine eins übergebraten. Mehrere Spitznamen erübrigte Pachl für Friedrich Merz‚ dem „Erfinder seiner eigenen Kanzlerkanidatur“, „Marquis de Sade des Saulerlandes sowie „Kinski der CDU“. Dank der Kunst der Wortspielerei kam Horst Köhler an den Pranger, der als Steigerung von Kohl „Kurpfuscher der deutschen Einheit“ war. Murmelnd betete der Meister der Politsatire die vier Artikel des Köhler-Glaubens herunter: „Flexibilität, Mobilität, Senkung der Lohnnebenkosten und sozial ist, was Arbeit schafft.“ In Wallung geriet das Zwerchfell seiner Zuhörer auch, als Pachl beim Marathon durch die politischen Hierarchien mit der Kanzlerin abrechnete. Schon der „postkoitale Blick“ der „pommerschen Kampfkartoffel“ auf den Wahlplakaten erhöhte die Gefahr von Auffahrunfällen im Straßenverkehr. Dennoch gestand der Kabarettist, jeden Morgen „Merkel-Möge-Übungen“ zu machen.

Neben der Politiker-Kaste rechnete er auch gnadenlos mit nahezu allen anderen gesellschaftlichen Sachlagen, Randgruppen und Erscheinungen ab. Pachl sparte weder den Geburtenrückgang noch die Generation der Praktikanten, den alten und den neuen Papst oder Kassenärzte und Homöopathen aus, die in der Dritten Welt wesentlich kostenneutraler seien und Schamanen heißen würden. Florida-Rolf, „Schutzpatron der Arbeitslosen“, bescheinigte er eine Deutschland-Allergie. Mit „Kölns bissigstem Spötter“ ist dem Finkenkruger Bürerverein gelungen, den gegenwärtigen Star seines Genres in die havelländische Provinz zu holen. Heinrich Pachl erhielt 2006 den deutschen Kabarett-Preis. Darüber hinaus hat sich der 1943 geborene Grimme-Preisträger als Autor und Filmemacher einen Namen gemacht.

„Ich schreibe die Künstler an, mache darauf aufmerksam, dass wir ein kleiner Verein mit viel Engagement sind und hoffe auf eine positive Antwort“, sagte die Organisatorin der Kulturveranstaltungen vom Bürgerverein Ines Gordon bescheiden. Der wie Pachl aus Köln stammende Liedermacher Gerd Schinkel hätte auch geholfen und den Finkenkruger Auftrittsort empfohlen. Das dortige Publikum war letztlich begeistert: „Das Tempo war beeindruckend. Kaum hatte man sich etwas verbildlicht,. kam schon ein neuer Gag“, sagte eine Besucherin. „Spitze, er ist charmant geblieben und ging nicht unter die Gürtellinie“, lautete eine andere Meinung.

Annett Lahn
für die Märkische Allgemeine Zeitung

##3. März 2007 – 20.00 h – Klassikkonzert mit dem Roloff-Quartett mit Werken von Juan Chrisóstomo de Arriaga und Wolfgang Amadeus Mozart

Roloff-Quartett

Das 1997 gegründete Quartett, bestehend aus Ulrich Roloff (Flöte), Clarissa Forster-Mommert (Violine) Katharina Becker (Viola) und Reinhild Cleff (Violoncello) hat zum Mozart-Jubiläum 2006 die Flötenquartette sehr erfolgreich aufgeführt und auch eine Live-CD dieser Werke eingespielt. Zum Repertoire des Quartettes gehören auch ausgefallene Bearbeitungen, z.B. „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ von Joseph Haydn oder die Streichquartette von Juan Crisóstomo de Arriaga.

Ulrich Roloff (www.ulrich-roloff.de) konzertiert als Solist und Ensemblemusiker im In- und Ausland und ist Gast auf Musikfestivals und in Konzertreihen (u.a. Musiktage Salzgitter, Reihe Wartburgkonzerte von DeutschlandRadio, Reihe Potsdamer Hofkonzerte im Neuen Palais, Konzert beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue). Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch kompositorischen Aufgaben. Wesentliche musikalische Prägung verdankt er der Zusammenarbeit mit seinem Vater, dem Pianisten Prof. Helmut Roloff.

Clarissa Forster-Mommert ist in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles tätig (u.a. Trio Legato). So widmet sie sich von je her neben pädagogischen Aktivitäten im Schwerpunkt der Kammermusik, war auch zeitweise Mitglied im Ensemble Oriol. Das Violinspiel begann sie mit 9 Jahren, studierte dann später Violine bei Guido van den Bosch, Christoph Poppen (Hochschule für Musik Rheinland) und Ilan Gronich (Hochschule der Künste Berlin). Clarissa Forster-Mommert nahm an Meisterkursen im In- und Ausland teil.

Katharina Becker lebt in Berlin und hat sich vor allem der Kammermusik (u.a. Mitglied im Prinzregentenquintett, Trio Legato) und pädagogischen Tätigkeiten zugewandt. Sie erhielt mit 8 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Mit 18 Jahren wechselte Katharina Becker zur Bratsche und studierte dann in Freiburg i. Br. und in Berlin an der Hochschule der Künste (nunmehr Universität der Künste). Außerdem erhielt sie wichtige Impulse von Serge Collot in Paris. Das Studium begleiteten Kurse im In- und Ausland und Tourneen durch Europa und Afrika.

Reinhild Cleff lebt als frei schaffende Musikerin in Potsdam und deckt ein breites Spektrum von musikalischen Stilrichtungen ab: früh machte sie sich einen Namen als Kammermusikerin (heute u.a. Duo mit Ulrich Roloff, Trio Legato) und Continuospielerin. Auch auf dem Barockcello konzertiert sie. Daneben beschäftigt sie sich in verschiedenen Ensembles mit freier Improvisation. Reinhild Cleff ist eine sehr gefragte Lehrerin für ganz junge Cellisten. Sie studierte in den sechziger Jahren bei Richard Klemm und Enrico Mainardi.

Im Bürgerhaus standen neben Mozart auch zwei Werke von Juan Arriaga , dem „spanischen “ Mozart, auf dem Programm. Der junge Komponist geriet nach seinem frühen Tod 1826 in Vergessenheit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Stilistisch stehen seine Streichquartette neben Haydn und Mozart, lassen aber auch Anklände an den frühen Beethoven erkennen.

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28. Januar 2008 – Der Kölner Journalist und Liedermacher Gerd Schinkel las aus seinem Buch „Bin ich ihr ähnlich?“

Gerd Schinkel

Es war einmal eine böse Großmutter … So könnte man die Geschichte auch beginnen, die der Kölner Journalist, Autor und Liedermacher Gerd Schinkel (http://www.gerdschinkel.de/), der zum dritten Mal im Bürgerhaus zu Gast war, in seinem Buch „Bin ich ihr ähnlich? – Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea “ (erschienen bei „Books on Demand“ in Norderstedt, ISBN-Nr. 3-8334-33915-7) erzählt. Das Buch, aus dem Gerd Schinkel im gut besuchten Bürgerhaus Finkenkrug am Samstag vorlas, beschreibt die wunderbare Geschichte seiner Adoptivtochter Anneli, die ihre leibliche Mutter in Korea suchte und auch fand. Wäre die Geschichte einer Adoption und deren Auswirkungen ausgedacht, so würde ihn jeder ob der überaus rührseligen Zutaten belächeln. Doch manchmal passieren offensichtlich Dinge, die über unsere Phantasie hinausgehen. In seinem sehr persönlichen Bericht beschreibt Gerd Schinkel , wie seine Adoptivtochter Anneli vor zwei Jahren über einen Aufruf im koreanischen Fernsehen ihre leiblichen Eltern fand – und erfuhr, dass diese dachten, sie wäre bei der Geburt gestorben. Unsentimental , wachsam, aber auch heiter reflektiert Gerd Schinkel diese bewegende Zeit in seinem Buch. Während der Lesung, die der Autor mit eigens hierfür geschriebenen Liedern begleitete, diskutierte der Autor auch die Frage,warum es vielen Adovptiveltern so schwer fällt, die Suche ihrer Kinder nach ihren biologischen Eltern zu unterstützen. Er verband dies am Ende der Lesung in sehr persönlichen Worten mit der Hoffnung, dass sein Buch Nachahmer finden und jenen Eltern die Ängste nehmen möge, ihre Kinder an die leiblichen Eltern zu verlieren.

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9. Februar 2008 – die deutsch-niederländische Gruppe „Klewitzki za Strance“ spielte Balkanjazz

Klewitzki za Stance

Man nehme vier unterschiedliche Charaktere und musikalische Karieren, füge sie zu einer skurrilen Besetzung zusammen und segele damit dann, konsequent vorbei am Trend, Richtung Ost-West/Ost. Dann erhält man, in etwa, „Klewitzki za Strance“, zu deutsch: „Klewitz für Ausländer“. Poesie aus Kroatien, Tanzmusik aus Transsylvanien und Mahalas, die Hits aus den Zigeunervierteln Bukarests… das und mehr umfasste das Programm, das die Band im ausverkauften Bürgerhaus vorstellte. Für besondere Begeisteriung bei den vielen anwesenden Kindern sorgte Hund „Arpad“, der sich gern auch während des Konzerts mit dem einen oder anderen von ihnen anfreundete.

Veröffentlicht unter 2008