Konzert mit Christina Lux am 21. März 2009

Christina Lux

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Wieder ein wunderschönes Konzert mit Christina Lux. Wie schon in 2006 fazinierte Christina mit ihrer ausdrucksvollen Stimme und ihren unter die Haut gehenden Songs ihr Publikum. Danke Christina!

lux@christinalux.de ++ www.christinalux.de ++ www.myspace.com/christinalux

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Offener Brief des Aktionsbündnisses „PRO Regionalverkehr Osthavelland“ an Bürgermeister Heiko Müller

Mit dem beiliegenden offenen Brief der Arbeitsgruppe Bahn des Bürgervereins Finkenkrug und des Aktionsbündnisses PRO Regionalverkehr Osthavelland, der der örtlichen Presse mit der Bitte um Veröffentlichung übersandt wurde, wird Bürgermeister Heiko Müller von Falkensee aufgrund wiederholt missverständlicher Äußerungen und Handlungen von unterschiedlicher Seite aufgefordert, endlich klarer als bisher in dieser Frage Stellung zu beziehen. Hintergrund ist die neu aufgeflammten Diskussion über die S-Bahn.

Falkensee, den 8. März 2009

Herrn
Bürgermeister Heiko Müller
Falkenhagener Straße 43/49
14612 Falkensee

Sehr geehrter Herr Müller,

trotz offensichtlicher Nachteile für die Falkenseer Pendler wird seit Jahren über einen möglichen Bau der S-Bahn nach Falkensee diskutiert. Durch das Bestreben Berlins, die S-Bahn-Verlängerung zumindest auf Berliner Stadtgebiet voranzutreiben, scheint das Thema neuerdings wieder an Aktualität zu gewinnen. Berlin will einen S-Bahn-Bau zumindest bis Hackbuschstraße erreichen. Weil dort keine hinreichenden Parkmöglichkeiten vorhanden sind, ist auch eine Verlängerung bis Albrechtshof im Gespräch.
Da von dort der Weg bis zum Bahnhof Falkensee nicht mehr weit ist, liegt es nahe, dass auch wieder die Verlängerung in unsere Stadt ins Auge gefasst wird.

Wir befürchten hier einen Automatismus, bei dem die Interessen der Pendler letztlich kaum noch berücksichtigt werden. Eine S-Bahn-Verlängerung würde zwangsläufig zu einer Einschränkung des RE/RB-Angebots führen. Dies würde auch nach den Ergebnissen der offiziellen Nutzen-Kosten-Untersuchung zu diesem Thema Fahrgäste zum Umsteigen von der Bahn auf das Auto veranlassen, vor allem aufgrund der unattraktiv langen Fahrzeiten der S-Bahn bis Berlin-Zentrum. Die verbliebenen RE-Züge wären dann völlig überlastet. Noch mehr Finkenkruger Pendler als jetzt schon würden sich auf die wenigen Parkplätze am verbliebenen RE-Halt Falkensee drängen. Brieselang wäre wohl ganz abgehängt, da dort derzeit keine RE-Züge halten.

Wir möchten daher unsere Position noch einmal deutlich machen: Das bestehende Bahnangebot muss erhalten und nach Möglichkeit weiter verbessert werden und zwar im Rahmen eines länderübergreifenden Berlin-Brandenburger Verkehrskonzepts. Mit einer S-Bahn könnten wir dagegen nur verlieren.

Bislang ist die Haltung der Stadt Falkensee dazu nicht klar zu erkennen. Einerseits sagen Sie, Herr Müller, dass Sie derzeit auf die Regionalbahn setzen. Andererseits gibt es immer wieder Signale aus Stadt und Landkreis, die darauf hindeuten, dass doch immer noch auf die S-Bahn hingesteuert wird. Man sehe sich beispielsweise nur die derzeitige Umgestaltung des Bahnhofs Falkensee an, wo deutlich sichtbar der Platz für ein S-Bahn-Gleis freigehalten wird. Für den Regionalverkehr wäre ein Zusatzgleis aber gerade dort nicht erforderlich, da im Bahnhofsbereich schon vier Gleise vorhanden sind.

Zwar ist uns bewusst, dass wir in Brandenburg teilweise auch von den Entscheidungen Berlins abhängig sind, doch sollten wir nicht wie das Kaninchen auf die Schlange starren, sondern selbstbewusst unsere eigenen Falkenseer Interessen vertreten.

Wir fordern Sie, Herr Müller, daher auf, in dieser Frage endlich klar Position zu beziehen – und zwar für die Interessen der Falkenseer Pendler und damit für die Regionalbahn und gegen eine S-Bahn-Verlängerung.

Mit freundlichen Grüßen

Aktionsbündnis Pro Regionalverkehr Osthavelland
AG Bahn des Bürgervereins Finkenkrug

Konzert mit „Duo Amortal“ am 21. Februar 2009

Duo Amortal

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Das „Duo Amortal“ war bereits im April 2007 zu Gast im Bürgerverein Finkenkrug und hat uns mit seiner Musik begeistert. Diesmal boten sie uns ein bezauberndes Konzert mit einer gelungenen Mischung aus Barockmusik und Tango Nuevo.

Mit den Instrumenten Bandoneon und Geige hat sich das „Duo Amortal“ auf eine interessante Mischung aus Alter Musik, Tango Nuevo und Folklore eingelassen. Die Kombination dieser beiden Instrumente ermöglicht eine ungeahnte Klangvielfalt von zarter Transparenz bis hin zu mitreissender Virtuosität. Durch den klaren, direkten Klang sowie die Anordnung der Knöpfe ist das Bandoneon wie geschaffen, polyphone Orgelwerke original zu interpretieren. In Verbindung mit der Geige entsteht eine faszinierende Klangmelange, in der die beiden Instrumente sich begegnen, kommunizieren und bisweilen ineinander aufgehen. Mit Hingabe, Leichtigkeit und Charme erklingen kraftvoll leuchtende Triosonaten von Bach, sinnlich entfesselte Klangkaskaden von Piazzolla, sowie magisch verzaubernde, französische Filmmusik. Wie zwei Alchimisten spielen, vermischen und variieren die Musiker ihre verschiedenen Essenzen und entführen den Zuhörer in beseelte, fröhliche und unbeschwerte Klangwelten.

Dariusz Blaszkiewicz
geboren 1962 in Poznan/Polen. Geigenunterricht Universität der Künste Berlin bei Prof. Schwalbé. Mehrfacher Preisträger bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben. Solist und Konzertmeister bei verschiedenen Ensembles, u.a. dem RIAS-Orchester, sowie dem Barockensemble Musika da Camera mit Konzerten in Ungarn, Italien, Österreich, Polen und der Schweiz.

Bettina Hartl
geboren 1977 in München. Tonmeisterstudium in der Universität der Künste Berlin mit Hauptfach Klavier und den Nebenfächern Gesang und Gitarre. Weiter beliebte Instrumente: Bandoneon, Mandoline, Bratsche und Kontrabass. Mehrfach erste Preisträgerin bei Solo- und Orchesterwettbewerben. Konzerttätigkeit als Bandoneonistin (u.a. mit Klaus Gutjahr) in Deutschland und Argentinien. Arrangements für amortal u.a. Ensembles.

Referenzen

„…emotionale Sinnlichkeit, intensive Leidenschaft und inspirierte Virtuosität…“ (SZ)
Drei CD Produktionen
Einspielungen beim Bayerischen Rundfunk
Japantournee
Konzerte, u.a. in der Philharmonie München ( winners&masters), Luxemburg, Spanien, Griechenland

Repertoire

J.S. Bach Orgelsonaten
D. Scarlatti Cembalosonaten
Legrenzi Triosonaten
Frescobaldi Toccaten
A. Vivaldi Triosonaten
Tango Argentino ( Milongas, Tangos, Walzer)
Franz., russ.,rumän., ital., griech. Folklore

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Portugiesischer Fado in Finkenkrug – Konzert mit „Trio Fado“ am 17. Januar 2009


Trio Fado

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Trio Fado ist:

  • Maria Carvalho (Gesang)
  • António de Brito (Gesang / Gitarre)
  • Daniel Pircher (Portugiesische Gitarre)
  • Benjamin Walbrodt (Cello)

In Berlin begeistern das Trio Fado regelmäßig sein Publikum und füllt mit Leichtigkeit die Philharmonie. Am 17. Januar 2009 waren sie bei uns in Finkenkrug zu Gast. und begeisterten das Falkenseer Publikum.

Wenn man sich innerhalb der Ethnomusik auf die Suche nach dem musikalischen Ausdruck der Portugiesen begibt, findet man an erster Stelle den Fado: eine urbane und gefühlsbetonte Musik, reich an Melancholie und Sehnsucht.

Trio Fado, eine Gruppe, die 1999 in Berlin gegründet wurde, spielt für das deutsche Publikum diese Musik mit Hingabe. Inzwischen sind ihre Konzerte in Österreich, Schweiz, Italien und anderswo geschätzt. Die voluminöse rauchige Stimme von António de Brito, in Kontrast zur weichen Stimme von Maria Carvalho und die für den Fado unverzichtbare Guitarra Portuguesa, gespielt von Daniel Pircher, waren die ursprüngliche Besetzung. Inzwischen gehört auch Benjamin Walbrodt mit seinem Cello fest dazu.

Trio Fado interpretiert mit eigenen Arrangements berühmte Fados verschiedener Epochen. In ihren Kompositionen und Texten behält die Gruppe die alte Form des Fados, und verstärkt sie durch den Einfluss der musikalischen Erfahrungen der Musiker. Die Vielfalt der Instrumentierung und die lyrischen Anklänge der Texte bereichern die urige, ursprüngliche Form des Fados.
www.triofado.de

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13. Dezember 2008 – Südamerikanische Rythmen mit Carlos Mieres und seinem Trio „Guitarra y Longa“


Carloes Mieres Trio

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Die Begeisterung war so groß, dass der ‚Gitarrist und Komponist Carlos Mieres und sein Trio, bestgehend aus dem Gitarristen und Sänger Omar Dubrosky aus Argentinien sowie dem Percussionisten Daniel Topo Gioia, ebenfalls aus Argentinien, erst nach vier Zugaben durch das Publikum entlassen wurden. In einem mitreißenden Konzert hatten die drei zuvor vor ausverkauftem Haus eine gelungene Mischung aus südamerikanischen Rhythmen wie u.a. Tangos, Milongas und Bossa Nova präsentiert. Die drei Musiker, die seit über 20 Jahren in der Berliner Musikszene bekannt sind und ebenso lange zusammen auftreten, spielten auch typische Musik aus der Gegend des Rio de la Plata sowie eigene Kompositionen von Carlos Mieres. So manchem im Publikum fiel es da schwer, ruhig sitzen zu bleiben…..

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+++++Neues zur Bahn+++++

STAND DER DINGE ZUR S-BAHN (22.11.08)

Das Thema ruht derzeit, allerdings nicht so fest, wie wir gehofft hatten. Berlin betreibt aktiv das Prüfverfahren für eine S-Bahn bis Hackbuschstraße. Sollte dieses positiv ausfallen und ein Bau der Teilstrecke vom Bund finanziert werden, sieht sich nach Informationen aus dem Landesverkehrsministerium auch Brandenburg im Zugzwang. Dann könnten also die S-Bahn-Pläne bis Falkensee wieder aus der Schublade geholt werden, um Fördermittel des Bundes nicht verfallen zu lassen. Dagegen steht das bisherige Prüfergebnis, wonach ein Weiterbau der S-Bahn bis Falkensee wegen damit verbundener Einschränkungen beim Regionalverkehr für Fahrgäste im Havelland mehr Nach- als Vorteile brächte. Vorerst geht Brandenburg aber auch in der mittelfristigen Planung vom Status Quo aus, also vom bestehenden RB/RE-Angebot.

NEUER FAHRPLAN (ab 14.12.08)

Der neue Fahrplan bringt eine Reihe kleinerer Veänderungen. Ab 14. Dezember fährt die RE4 ab Falkensee stadteinwärts früher ab und zwar um xx.14 Uhr. RB14 und RB10 verschieben sich ebenfalls nach vorne, aber nur minimal (RB 14 xx.02 Uhr ab Finkenkrug, RB 10 6.33, 7.36, 8.29, 9.35 …). In der Gegenrichtung fährt die RE4 später (Falkensee an xx.45 Uhr, was allerdings ungefähr der bisherigen, realen Ankunftszeit entspricht). Die RB14 bleibt wie gehabt (Finkenkrug an xx.56 Uhr), die RB 10 ungefähr auch (Finkenkrug an xx.27 Uhr bis xx.30 Uhr). Anschlüsse in Spandau bleiben offenbar weitgehend wie bisher. Die lästige Lücke stadtauswärts gegen 18.00 Uhr wird geschlossen (RE2 zu RB10). Wer nach Dallgow fährt: Es gibt eine zusätzliche RB13 zwischen 19.30 und 20.00 Uhr (Dallgow-Döberitz an 19.53 Uhr). Die von uns wiederholt geforderten zusätzlichen RE6-Halte am Wochenende morgens in Finkenkrug stadteinwärts gibt es leider weiterhin nicht (außer einer RE4 um 6.24 Uhr).

Deutliche Verbesserungen gibt es für Finkenkrug im Busverkehr: Die Linie 653 fährt ab 14. Dezember werktags tagsüber halbstündlich (also fast doppelt so oft), am Wochenende immerhin stündlich (bisher zweistündlich). Die bisher nur gelegentlich verkehrende 654 fährt stündlich auf einer neuen Linie quer durch Finkenkrug und dann über die Finkenkruger Straße nach Falkensee Bahnhof.

BAUARBEITEN 2009

Wie schon bekannt gibt es von Anfang März bis Mitte Juni wegen des Austauschs von Schwellen erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Spandau und Nauen. Nach der bisherigen Planung wird es in dieser Zeit nur eingleisigen Verkehr nach Baufahrplan geben – vermutlich stündlich mit RB, dazu evtl Busse. Die RE 4 dürfte entfallen, da sie ohnehin auch jenseits von Nauen nicht fahren kann – die Frage ist aber, ob sie wenigstens bis Spandau fährt (noch besser wäre Dallgow oder Wustermark mit SEV von dort nach Falkensee/Finkenkrug bzw. Brieselang/Nauen). Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Zudem soll es vom 20. Juni bis 4. Juli (also quasi im Anschluss) eine zweiwöchige Vollsperrung zur Streckensanierung zwischen Spandau und Charlottenburg mit der S-Bahn als Ersatzangebot geben. Nicht betroffen ist wohl die Strecke über Jungfernheide also die RE4. Auch könnten möglicherweise weitere Züge über diese Nordstrecke umgeleitet werden – im Idealfall mit Halt im Hauptbahnhof (tief). Das gilt auch für mittel-/langfristige Planungen, besonders für die Streckenausschreibung für 2012 ff. Das Land will sich wohl auch für zusätzliche RE-Halte in Finkenkrug und Brieselang einsetzen. Dies sei aber wegen enger Streckenbelegung schwierig.
Benno König

7. November 2008, 20.00 Uhr: New York in Finkenkrug – Die Sängerin und Gitarristin Vicki Genfan begeisterte ihr Publikum

Vicki genfan

Die Gitarristin, Sängerin und Komponistin Vicki Genfan zählt zu den weltbesten Gitarristinnen schlechthin und gilt als der „Jimi Hendrix“ der akustischen Gitarre. Mit ihren Kompositionen, die ihre Wurzeln in Folk, Jazz, Pop, Soul und Weltmusik haben, sowie ihrer einzigartigen Percussion Technik des „slap-tap“ hat sie eine neue Form der „singer/songwriter-Kultur“ geschaffen, mit der sie ihr Publikum in den USA und Europa begeistert. Vicki ist regelmäßiger Gast auf Musikfestivals wie z.B. dem „International Montreal Jazz Festival“, dem „Germany’s Open String Festival“ oder dem italienischen „Soave Guitar Festival“. Ihre Debut-CD „Outside the Box“ fand große Beachtung und gewann zahlreiche Preise, so z.B. den „Just Plain Folk Music Award“ in den Kategorien „best solo instrumental and female singer-songwriter“. In diesem Jahr wurde sie „Guitar Superstar 2008“ der amerikanischen Musikzeitschrift „Guitar Player“. Am 7. November 2008 begeisterte sie im Bürgerhaus mit einem herausragenden Konzert.
Hier Links zu Artikeln in der MAZ vom 10. November 2008
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/list/597868/DE/?c=13744-%3B%211557212-&archiv=all&qu=vicki+genfan&limit=J&typ=80%2C83%2C7%2C9&topstyle=N

und in der BRAWO vom 16. November 2008
http://www.brawo.de/lokales/falkensee/55297

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„Der zweistimmige Bach“ – Das „Duo Inventio“ eröffnete die Winterspielsaison am 18. Okober 2008

Duo Inventio

Bach und die Klingeltöne
Künstlerreigen in Finkenkrug beginnt mit Klassik

Falkensee – Mit dem Berliner Duo Inventio begann die Kultursaison nach der Sommerpause im Finkenkruger Bürgerhaus mit klassischer Musik. Bereits zum zweiten Mal gastierte Flötist und Komponist Ulrich Roloff in Falkensee. Gemeinsam mit Johannes Mirow, stellvertretender Solo Cellist der Deutschen Oper Berlin, spielte er für Flöte und Violoncello neu arrangierte zweistimmige Werke. Leicht lädiert gab Roloff nach einem Unfall sein erstes Konzert, was seine Virtuosität dennoch keinesfalls schmälerte.
„Der erste Teil ist etwas schwierige Materie“ bereitete Roloff sein Publikum vor. Für Kenner ein seltener Genuss, bot das Duo Inventionen von Johann Sebastian Bach. Das Besondere: Die kleinen musikalischen Erfindungen komponierte Bach in sämtlichen damals spielbaren Tonarten. Jeweils Halbtonsschritten folgend dauern Bachs 15 Inventionen in der Regel nicht mehr als zwei Minuten. Klingeltonverdächtig nennt Roloff einige davon. Inzwischen sind 24 dieser kleinen Spielereien möglich. „Die Inventionen haben mich so begeistert“, erzählt der Flötist, „dass ich die fehlenden dazwischen spiele“. Man hört die Roloffschen Kompositionen im Stile Bachs kaum heraus. Im Original für das Klavier geschrieben wurde für Flöte und Violoncello umarrangiert. Das hat durchaus seine Vorteile, lassen sich doch die Stimmen so transparenter verfolgen. Äußert selten werden zudem Inventionen tatsächlich so am Stück gespielt. Dem Publikum hat es trotz schwerer Kost gefallen. „Der Zweistimmige Bach“ heißt dann auch die neue CD des Duo Inventio auf der eben jene Mischung aus altem Bach und neuem Roloff zu hören ist.
Der weitaus abwechslungsreichere Teil des Konzerts war sicher der zweite Teil. Das liegt in der Natur der Sache, waren dort Kompositionen Beethovens, des italienischen Violoncellisten Franz Danzi und des Brasilianers Heitor Villa-Lobos zu erleben. Wobei bei letzterem vor allem auch Cellist Johannes Mirow gefordert war. „Die Düsenpfeifen“ aus der Bachianas von Villa-Lobos begeisterte das Publikum derart, dass das Duo ohne Zugaben nicht entlassen wurde. „Warum das Düsenpfeifen heißt, werden wir im dritten Satz erfahren“ verkündete Roloff. Tatsächlich entlockte Mirow seinem Instrument, so an diesem Abend noch nicht gehörte Töne. Sich langsam steigernd rollten die Töne auf das Publikum zu, ebbten auf und wieder ab, wurden höher und tiefer währenddessen reizte Roloff die Töne seiner Flöte bis zur Schmerzgrenze aus. Das Publikum wurde förmlich mitgerissen.
Die Frage nach einer Zugabe war unnötig, ohne diese hätte das Publikum die Musiker nicht entlassen.
„Wir haben mit Bach begonnen und damit hören wir auch auf“, rief Roloff und verwies darauf: „Wenn jemand glaubt sein Handy geht an, ist das von uns“. Aber damit hatte das Publikum noch nicht genug und so gab es laut Roloff: „zur Beruhigung der Nerven und passend zu meinem momentanen Zustand `Ich stehe mit einem Fuß im Grabe´“.
Ántje Polese

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24. Mai 2008 – Konzert mit dem Gitarristen und Klangkünstler Falk Zenker

Falk zenker

„In Gedanken kann man nahezu alles tun, wozu die eigene Fantasie in der Lage ist: Weltreisen, Zeitspiele, geliebte Orte aufsuchen, skurrile Geschichten durchleben, meditieren und sogar tanzen.“, meint der Weimarer Gitarrist und Multiinstrumentalist Falk Zenker. In seinem unterhaltsamen, humorvollen und interaktiven Soloprogramm lädt der fantasievolle Klangmaler sein Publikum dazu ein.

Lassen Sie sich entführen von berückenden Melodien, klangmalerischen Exkursen und atemberaubender Rhythmusakrobatik; schauen Sie dabei einem Virtuosen zu, der mit Händen und Füßen auf seiner Gitarre, dem eigenen Körper, ungewöhnlichen Instrumenten und Live-Elektronik leidenschaftlich musiziert und werden Sie vielleicht selbst zum Klangakteur!

Mit seiner innovativen Mischung aus virtuosem Gitarrenspiel mit spanischem Flair, Jazzimprovisationen und Live-Sampling hat sich Falk Zenker in der deutschen Akustikgitarrenszene einen vielbeachteten Namen erspielt. 1967 in Mittweida/Sachsen geboren, begann er bei Joe Sachse Gitarre zu spielen, studierte Konzertgitarre in Weimar und beschäftigte sich darüber hinaus mit Flamenco, Weltmusik, Improvisation, mittelalterlicher Musik und Klangkunst. Er veröffentlichte CDs bei „Acoustic Music“ und „Raumklang“, komponierte Theater- und Fernsehmusik und realisierte Audioinstallationen und multikünstlerische Projekte. Falk Zenker arbeitete mit Musikern wie Oscar Andrade, Matilda Gomes Romero, Cathrin Pfeifer, Gert Anklam, Peter Finger, Lutz Gerlach, Bogdan Rankovic, Laurence Bourdin und Finn Martin zusammen, gründete u.a. das Ensemble nu:n und feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bühnenjubiläum als Sologitarrist.

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Das Aktionsbündnis PRO Regionalverkehr Osthavelland nimmt Stellung zum S-Bahn-Gutachten

Falkensee, 21. April 2008
Stellungnahme zum S-Bahn-Gutachten
(siehe auch MAZ vom 22. April 2008)
(Standardisierte Bewertung S-Bahn Falkensee)

Zentrale Aussagen:
1. Das Gutachten bestätigt, dass der Bau einer S-Bahn wegen der damit verbundenen Reduzierung des Regionalbahnangebots für die Pendler von den Bahnhöfen Nauen, Brieselang, Finkenkrug, Falkensee, Seegefeld und Albrechtshof mehr Nach- als Vorteile bedeuten würde. Grund sind die langen Fahrzeiten der S-Bahn ins Berliner Stadtzentrum.
2. Das Gutachten berücksichtigt nicht, dass sich das Regionalverkehrsangebot auf der Falkenseer Strecke in den vergangenen Jahren wieder verbessert hat. Grund sind die Einführung der RB 14 zur Berliner Stadtbahn, das schnelle Verkehrsangebot der RE 4 über Jungfernheide zum Hauptbahnhof und bessere Anschlüsse von der RB 10 in Spandau zur RE 2 aus Rathenow. Der sogenannte Ohnefall (ohne S-Bahn) ist somit attraktiver, als es im Gutachten erscheint.
3. Die sogenannte BB-Variante wird verschiedentlich dargestellt als Kompromissmodell, dass die Vorteile von S-Bahn und Regionalbahn verbinden soll. Tatsächlich bedeutet sie gravierende Verschlechterungen: Die Bahnhöfe Albrechtshof und Seegefeld würden ganz vom schnellen Regionalverkehr abgehängt, die Bahnhöfe Finkenkrug und Brieselang außerhalb der Hauptverkehrszeit, also vormittags, mittags, abends und am Wochenende.
4. Einige Verkehrsprognosen des Gutachtens sind rätselhaft. So bleibt unklar, warum durch die S-Bahn die Fahrgastzahlen ab Albrechtshof und Seegefeld massiv zunehmen sollen, obwohl sich die Fahrzeiten nach Berlin deutlich verlängern. Auch wird nicht berücksichtigt, dass viele Pendler auf die schnellen RE-Züge ab Falkensee, evtl. auch ab Dallgow-Döberitz, ausweichen dürften, um der langsamen S-Bahn zu entgehen.
5. Die Baukosten für die S-Bahn sind zu niedrig angesetzt. Das zeigen Vergleiche mit anderen Strecken und öffentlichen Projekten wie zum Beispiel dem Bau der S-Bahn nach Teltow.

Im Detail: Was das Gutachten aussagt:

Für die Fahrgäste westlich von Falkensee wäre eine S-Bahn in Verbindung mit Einschränkungen beim RB-Verkehr so unattraktiv, dass die Gutachter trotz einer ÖPNV-Investition von mindestens 50 Millionen Euro insgesamt von sinkenden Fahrgastzahlen in diesem Bereich ausgehen. Dies gilt auch für die Mitfall-Variante BB – dass diese günstiger abschneidet als die reine Mitfallvariante ergibt sich nur daraus, dass mehr Menschen noch die Chance haben, die S-Bahn zu vermeiden.

Das Fazit der Gutachter lautet: „Die beiden nutzenrelevanten Teilindikatoren der Zielträgergruppe Fahrgäste haben negative Vorzeichen (Reisezeit und Kosten). Dies bedeutet, dass die Realisierung des S-Bahn-Vorhabens, gemessen an der ÖPNV-Angebotssituation der Ohnefallvariante, im Eckwert über alle betroffenen Fahrgäste aus Sicht des Fahrgastes mehr Nachteile als Vorteile hat.“ (S.110) Diese Aussage bezieht sich zwar nur auf die reine Mitfallvariante, dafür aber auf alle Fahrgäste inkl. Berlin. Für die Brandenburger Fahrgäste gilt diese Aussage nach den genannten Daten aber auch in der BB-Variante.

Die BB-Variante ist eine Mogelpackung, wenn sie ein Nebeneinander von S-Bahn und RB-Verkehr suggeriert. Die Bahnhöfe Seegefeld und Albrechtshof würden ihren RB-Anschluss ganz verlieren, Finkenkrug und Brieselang bliebe außerhalb der Hauptverkehrszeiten nur die zeitaufwändige Option eines Umsteigens in Falkensee – einschließlich des Risikos, dort den Anschluss zu verpassen, da S-Bahnen üblicherweise nicht warten (und dies bei ohnehin störanfälligem, eingleisigem Verkehr auch nicht sinnvoll könnten). Falkensee und Nauen behielten zwar ihren RE-Anschluss, aber nur einmal pro Stunde (statt mit RB bisher 3-4-mal). Ansonsten bleibt auch hier außerhalb der Hauptverkehrszeit nur die langsame S-Bahn.

Die BB-Variante würde auch den Halbstundentakt für Finkenkrug und Brieselang zugunsten eines 20/40-Taktes aufgeben. Ein solcher ungleichgewichtiger Takt auch in der HVZ führt wegen der damit anfallenden längeren Verkehrspause erfahrungsgemäß zu einer deutlich geringeren Akzeptanz des Gesamtangebots.

„Die S-Bahn-Fahrzeiten zur Stadtbahn sind infolge der höheren Haltestellendichte wesentlich länger als mit der RB10. Die betroffenen Fahrgäste erfahren damit durch das dem Mitfall unterstellte ÖPNV-Konzept Nachteile“ (S.111) Dieser Nachteil gilt wieder in erster Linie für das Land Brandenburg.

Neben den offenbar viel zu niedrig angesetzten Baukosten (s.u.) entstünden beim Betrieb einer S-Bahn allein für den Unterhalt von Infrastruktur und Fahrzeugen Kosten von rund 1,3 Millionen Euro im Jahr. Dafür ließen sich viele Regionalbahnkilometer finanzieren. Zwar entstünden im Gegenzug auch Einsparungen von rund 950.000 Euro bei Personalkosten. Dies betrifft aber fast ausschließlich die BVG, was für Brandenburg keinen Vorteil bringt.

Eine S-Bahn ab Falkensee würde laut Gutachten in der BB-Variante über den Tag verteilt nur von rund 2000 Fahrgästen benutzt. Bei angenommenen drei Fahrten pro Stunde zwischen 04.30 Uhr und 0.30 Uhr sind das im Durchschnitt gerade 30 bis 35 Fahrgäste pro Zug, in den Nebenzeiten also noch deutlich weniger. In Seegefeld und Albrechtshof steigen die Fahrgastzahlen nur deswegen spürbar an, weil dort auch in der BB-Variante keine RB mehr verkehren soll.

Die Auslastung der S-Bahn würde in der BB-Variante selbst auf Berliner Gebiet (bis Spandau) und in den Spitzenzeiten auf allen Teilstrecken weit unterhalb des VDV-Richtwerts von 65 Prozent liegen. Erreicht würden nur bis zu 31 Prozent.

Im Detail: Was aus dem Gutachten nicht hervorgeht

Die angesetzten Baukosten von rund 45 Millionen Euro dürften viel zu niedrig angesetzt sein. Das ergibt sich aus dem Vergleich mit den Kosten/Kilometer bei ähnlichen Projekten wie dem Bau der S-Bahn nach Teltow sowie generell aus bei öffentlichen Projekten üblichen Kostensteigerungen. Durch höhere Baukosten würde sich der Kosten-Nutzen-Indikator aber weiter nach unten verschieben.

Das Gutachten berücksichtigt nicht die aktuelle Verkehrssituation mit der durchgebundenen RB 14 zur Berliner Stadtbahn sowie die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen der RE4 über Jungfernheide zum Hauptbahnhof. Auch die in den vergangenen beiden Jahren erreichten Verbesserungen der Umsteigeverbindungen in Spandau zwischen RB10 und RE2 (von/nach Rathenow) sind nicht eingerechnet. Diese Verbesserungen machen aber die Ohnefallvariante (mit RB10 in der HVZ bis Charlottenburg) wesentlich attraktiver als im Gutachten angegeben, wodurch sich die gesamte Kosten-Nutzen-Relation erheblich zugunsten des Regionalverkehrs und zuungunsten der beiden S-Bahn-Varianten verschiebt. Nach der langfristigen SPNV-Planung des Landes soll ein ähnlich gutes RB-Angebot zumindest dann beibehalten werden, wenn keine S-Bahn-Verlängerung erfolgt.

Das Gutachten unterstellt im Mitfall und im Mitfall BB stagnierende oder sogar leicht sinkende Fahrgastzahlen in der RE4. Dies ist jedoch völlig unrealistisch. Vielmehr wäre bei einer Einschränkung des RB-Angebots mit einer drastischen Zunahme der Fahrgastzahlen in der RE4 zu rechnen. Dies dürfte deren Kapazität übersteigen, da auch eine in der HVZ nach Charlottenburg durchgebundene RB10 nicht gleichermaßen attraktiv wäre wie heute die RB14. Das zeigt sich heute bereits an der stark ungleichen stärkeren Auslastung der RB14 im Vergleich zur RB10, auch wenn sich dies durch die besseren Umsteigemöglichkeiten in Spandau zur RE2 etwas relativiert hat.

Das Gutachten berücksichtigt auch nicht die heute bereits beobachtbaren Mitnutzung des Bahnhofs Dallgow-Döberitz durch Fahrgäste vor allem aus dem südlichen Finkenkrug und dem südwestlichen Seegefeld je nach Attraktivität des jeweiligen Verkehrsangebots. Auch hier wäre damit zu rechnen, dass im Mitfall verstärkt die schnelle RE2 genutzt würde – zu Lasten der ohnehin grenzwertig schwachen Rentabilität der S-Bahn.

Der im Gutachten unterstellte drastische Anstieg der Fahrgastzahlen insgesamt in Albrechtshof im Fall einer S-Bahn-Verlängerung ist nicht nachvollziehbar. Es ist nicht erkennbar, wo diese Fahrgäste herkommen sollen.

In der politischen Diskussion ist zuletzt häufiger vom Offenhalten einer verkehrsmittelunabhängigen Option auf ein drittes Gleis die Rede. Ein drittes Gleis ist gut (auch wenn der eigentliche Verkehrsengpass zur Zeit eher im Bahnhof Spandau liegt), doch sollte dieses von Vornherein als Bahngleis mit Wechselstrom-Oberleitung geplant werden. Dies wäre auch deutlich billiger als ein S-Bahn-Gleis, da auf Teilen der Spandauer Strecke (dort, wo es am wenigsten Platz für ein zusätzliches Gleis gibt) sowie im Bahnhof Falkensee bereits jeweils ein viergleisiger Ausbau gegeben ist. Zudem könnte ein solches Gleis bei Störungen oder Bauarbeiten auch vom Fernverkehr als Ausweichmöglichkeit genutzt werden.

Begriffsklärungen
Ohnefall: Ist-Zustand mit schnellen Verkehrsangeboten von Regionalbahn und Regionalexpress, aber ohne S-Bahn. Nicht berücksichtigt werden allerdings Verbesserungen des Regionalverkehrsangebots in den vergangenen Jahren, besonders die RB 14.
Ohnefallvariante: Wie Ohnefall, aber mit der Durchbindung von Zügen der RB 10 in der Hauptverkehrszeit bis Berlin-Charlottenburg. Diese Durchbindung ist derzeit die Realität, aber plus RB 14.
Mitfall: Situation nach Fertigstellung einer S-Bahn bis Falkensee und gleichzeitiger Abschaffung der Regionalbahnen zwischen Falkensee und Spandau. Übrig blieben stündliche Regionalexpresszüge mit Halt nur in Nauen und Falkensee sowie Regionalbahnen zwischen Nauen und Falkensee, wo dann in die S-Bahn oder den Regionalexpress umgestiegen werden müsste.
Mitfall BB: Wie Mitfall aber mit einer Durchbindung der Regionalbahnen ab Nauen bis Berlin-Charlottenburg in der Hauptverkehrszeit, jedoch ohne Halt in Seegefeld und Albrechtshof.

Aktuelles Zugangebot
RB 14: Von Nauen zur Berliner Stadtbahn mit Halt an allen Bahnhöfen, stündlich
RB 10: Von Nauen bis Berlin-Spandau, in der Hauptverkehrszeit bis Berlin-Charlottenburg, in der übrigen Zeit in der Regel in Spandau Anschluss an die RE 2 zur Berliner Stadtbahn, stündlich, ergibt zusammen mit der RB 14 einen Halbstundentakt
RE 4: Von Wittenberge über Nauen, Falkensee, Spandau, Jungfernheide nach Berlin Hbf und Potsdamer Platz, stündlich
RE 2: Von Rathenow über Dallgow-Döberitz, Staaken und Spandau zur Berliner Stadtbahn
RE 6: Von Neuruppin über Falkensee nach Berlin-Spandau, abends spät auch Halt in Finkenkrug
Derzeit beträgt die Fahrzeit von Falkensee nach Berlin-Hauptbahnhof je nach benutztem Zug zwischen 16 und 25 Minuten. Mit der S-Bahn wären es etwa 40 Minuten.

Aktionsbündnis Pro Regionalverkehr Osthavelland
Zusammenschluss von Pendlerinitiativen aus Brieselang, Falkensee und Berlin-Spandau. Setzt sich ein für einen schnellen, zuverlässigen Schienenverkehr von allen Bahnhöfen des östlichen Havellandes ins Berliner Zentrum.