Konzert mit „Duo Amortal“ aus Berlin am 21. April 2007

Das Duo Amortal aus Berlin spielte vor gut gefülltem Haus argentinischen Tango, osteuropäische Folklore und französische Salonmusik.

Duo Amortal

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Bettina Hartl, geboren 1977 in München, trat bereits als Mitglied des Ensembles CANTANGO BERLN im Bürgerhaus auf. Jetzt warsie mit ihrem eigenen Duo bei uns zu Gast. Sie absolvierte ein Tonmeisterstudium in der Universität der Künste Berlin mit Hauptfach Klavier und den Nebenfächern Gesang und Gitarre. Weitere beliebte Instrumente von ihr sind Bandoneon, Mandoline, Bratsche und Kontrabass. Bettina Hartl war mehrfach erste Preisträgerin bei Solo- und Orchesterwettbewerben und trat als Bandoneonistin in Konzerten (u.a. mit Klaus Gutjahr) in Deutschland und Argentinien auf.

Dariusz Blaszkiewicz, wurde 1962 in Poznan/Polen geboren. Geigenunterricht an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Schwalbé. Mehrfacher Preisträger bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben. Solist und Konzertmeister bei verschiedenen Ensembles, u.a. dem RIAS-Orchester, sowie dem Barockensemble Musika da Camera mit Konzerten in Ungarn, Italien, Österreich, Polen und der Schweiz.

Rumänische Hochzeit auf dem Bandoneon
Duo Amortal begeisterte im Bürgerhaus

Falkensee – Nach den ersten Stücken wähnte man sich einem Kammerorchester lauschend. Virtuos und leidenschaftlich wusste Bettina Hartl dem Bandoneon die Töne zu entlocken. Kongenial begleitete Dariusz Blaszkiewicz auf der Geige. Die Klangfülle der beiden Instrumente ließ das Publikum im gut gefüllten Bürgerhaus staunen. Charmant führte Bettina Hartl durch das reich gefüllte Programm. Vor allem das Bandoneon stand im Mittelpunkt der musikalischen Reise. So erfuhren die Zuhörer, dass der Name des Instruments nach dem deutschen Heinrich Band benannt ist. Seeleute brachten es nach Lateinamerika und wurde dort das Hauptinstrument des Tangos. Anfang des letzten Jahrhunderts kehrte es mit neuer Spieltechnik zurück in die Heimat.
Melancholisch, romantisch und auch ungewöhnlich waren die Stücke des eingespielten Duos. Die Arrangements des Abends stammten fast ausschließlich aus der Feder von Bettina Hartl.
Der erste Teil des Abends galt dem Tango. Die Stücke von Astor Piazolla, Begründer des Tango Nuevo, begeisterten das Publikum. Wobei Hartl Piazollas Kompositionen für ein Quintett original getreu neu arrangierte und Klavier, Gitarre und Kontrabass mit dem 144-tönigen Bandoneon ersetzte. Dariusz Balskiewicz überraschte das Publikum mit ungewohnten Tönen. So ahmte er gekonnt das Zirpen argentinischer Grillen auf seiner Geige nach. Das Zusammenspiel des Duos war grandios. Klagend, fragend die Geige antworteten die Töne des Bandoneons sinnlich und leidenschaftlich.
„Jetzt kommt ein Stück, von dem wir lange auch nicht wussten, was es heißt“, kündigte Bettina Hartl an. Geschrieben wurde es für Gitarre und Querflöte. Sie hat es für das Duo neu arrangiert. „Für die Geige ist es fast unmöglich zu spielen“, ergänzt sie. Das Publikum bekam es dennoch zu hören. Titel des Stückes: „Vorsicht vor der Leitplanke“.
Zum Repertoire des Duos gehört auch osteuropäische Musik. So wähnte sich da Publikum bald auf einer rumänischen Hochzeit oder beim Csardas in Ungarn.
„Wir haben mit Tango angefangen, damit hören wir jetzt auch auf“, sagte Bettina Hartl.
Aber so leicht entließ das begeisterte Publikum im Bürgerhaus die Musiker nicht. Als Zugabe gab es den „Haifisch“ wiederum von Piazolla.
Im Anschluss wurde noch gefachsimpelt „ Ich finde, das Instrument ist ja fast nicht zu spielen“, befand Walter Schmidtsdorf, selbst leidenschaftlicher Akkordeonspieler. „Ich bin begeistertert.“
Antje Polese

Veröffentlicht unter 2007

Klassikkonzert mit dem Roloff-Quartett am 3. März 2007

Das Roloff-Quartett spielte Werke von Juan Chrisóstomo de Arriaga und Wolfgang Amadeus Mozart.


Roloff-Quartett

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Das 1997 gegründete Quartett, bestehend aus Ulrich Roloff (Flöte), Clarissa Forster-Mommert (Violine) Katharina Becker (Viola) und Reinhild Cleff (Violoncello) hat zum Mozart-Jubiläum 2006 die Flötenquartette sehr erfolgreich aufgeführt und auch eine Live-CD dieser Werke eingespielt. Zum Repertoire des Quartettes gehören auch ausgefallene Bearbeitungen, z.B. „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ von Joseph Haydn oder die Streichquartette von Juan Crisóstomo de Arriaga.

Ulrich Roloff (www.ulrich-roloff.de) konzertiert als Solist und Ensemblemusiker im In- und Ausland und ist Gast auf Musikfestivals und in Konzertreihen (u.a. Musiktage Salzgitter, Reihe Wartburgkonzerte von DeutschlandRadio, Reihe Potsdamer Hofkonzerte im Neuen Palais, Konzert beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue). Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch kompositorischen Aufgaben. Wesentliche musikalische Prägung verdankt er der Zusammenarbeit mit seinem Vater, dem Pianisten Prof. Helmut Roloff.

Clarissa Forster-Mommert ist in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles tätig (u.a. Trio Legato). So widmet sie sich von je her neben pädagogischen Aktivitäten im Schwerpunkt der Kammermusik, war auch zeitweise Mitglied im Ensemble Oriol. Das Violinspiel begann sie mit 9 Jahren, studierte dann später Violine bei Guido van den Bosch, Christoph Poppen (Hochschule für Musik Rheinland) und Ilan Gronich (Hochschule der Künste Berlin). Clarissa Forster-Mommert nahm an Meisterkursen im In- und Ausland teil.

Katharina Becker lebt in Berlin und hat sich vor allem der Kammermusik (u.a. Mitglied im Prinzregentenquintett, Trio Legato) und pädagogischen Tätigkeiten zugewandt. Sie erhielt mit 8 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Mit 18 Jahren wechselte Katharina Becker zur Bratsche und studierte dann in Freiburg i. Br. und in Berlin an der Hochschule der Künste (nunmehr Universität der Künste). Außerdem erhielt sie wichtige Impulse von Serge Collot in Paris. Das Studium begleiteten Kurse im In- und Ausland und Tourneen durch Europa und Afrika.

Reinhild Cleff lebt als frei schaffende Musikerin in Potsdam und deckt ein breites Spektrum von musikalischen Stilrichtungen ab: früh machte sie sich einen Namen als Kammermusikerin (heute u.a. Duo mit Ulrich Roloff, Trio Legato) und Continuospielerin. Auch auf dem Barockcello konzertiert sie. Daneben beschäftigt sie sich in verschiedenen Ensembles mit freier Improvisation. Reinhild Cleff ist eine sehr gefragte Lehrerin für ganz junge Cellisten. Sie studierte in den sechziger Jahren bei Richard Klemm und Enrico Mainardi.

Im Bürgerhaus standen neben Mozart auch zwei Werke von Juan Arriaga , dem „spanischen “ Mozart, auf dem Programm. Der junge Komponist geriet nach seinem frühen Tod 1826 in Vergessenheit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Stilistisch stehen seine Streichquartette neben Haydn und Mozart, lassen aber auch Anklänge an den frühen Beethoven erkennen.

Es folgt ein Artikel von Antje Polese über das Konzert, veröffentlicht in der MAZ von 5. März 2007.

Mozart mochte keine Flöten – Roloff-Quartett zu Gast im Bürgerhaus

Antje Polese

Falkensee – Brennende Kerzenleuchter, Samtvorhänge vor den Fenstern und eine kleine Bühne dicht am Publikum boten den Rahmen für das erste klassische Konzert im Finkenkruger Bürgerhaus. „Die Atmosphäre hier ist wie bei einem Hauskonzert“ befand Flötist Ulrich Roloff.

Zu dem 1997 gegründeten Ensemble gehören neben dem Namensgeber, Calrissa Forster-Mommet (Violine), Katharina Becker (Viola) und Reinhild Cleff (Violoncello). Vom ersten Ton an spürte das Publikum die Harmonie der Musiker. Durch die stetige Interaktion während des Spiels passte jeder Einsatz perfekt. Heiter, entspannt und leidenschaftlich agierten sie auf der etwas zu kleinen Bühne.
Anlässlich des zehnten Jubiläums des Quartetts gab es auch Ausgefallenes. Im ersten Teil verzauberten sie mit Streichquartetten von Juan de Arriaga. Der wenig bekannte Komponist passt stilistisch zu Haydn und Mozart, lässt aber auch Anklänge an den frühen Mozart erkennen.

Ulrich Roloff ließ es nicht allein bei der Musik bewenden, sondern führte sein Publikum mit Anekdoten und Wissenswertem unterhaltsam durch Musikgeschichte. Der 1826 mit 19 Jahren verstorbene de Arriaga galt als frühreifes Talent. Bereits mit 15 Jahren komponierte er seine erste Oper und gilt daher auch als der „spanische Mozart“, war zu erfahren. Über die Musik de Arriagas erzählt Roloff dann: „Mich hat es so in den Fingern gejuckt, dass ich die Musik für die Flöte adaptiert habe.“. Die erste Geige wird dabei durch die Flöte ersetzt. Eine gelungene Idee, die die andächtig lauschenden Zuhörer im ausverkauften Bürgerhaus mit tosendem Beifall honorierten. Mozart mochte die Querflöte nicht, ob das denn zu hören sei, wollte Ulrich Roloff vom Publikum wissen. Es wurde gelauscht und gerätselt. Nein, man hört es nicht. Ob das am Flötisten oder Mozart liegt, ließ Roloff offen.

Die Nähe von Künstlern und Publikum ist ein großer Pluspunkt der Veranstaltungen im Bürgerhaus Finkenkrug. Könnte man die Flöte bei Arriaga vielleicht auch durch eine Oboe ersetzen, wurde denn in der Pause mit den Musikern gefachsimpelt. Am Ende waren Publikum und Musiker begeistert, was die Einen mit lang anhaltendem Applaus und die Anderen mit einer schwungvollen Zugabe ausdrückten. „Das war richtig schön“ befand denn auch Stefan Vielhaber, der mit neun Jahren jüngste Zuhörer des Abends.

Veröffentlicht unter 2007

Bahn-AG – Aktuell+++++ AKTUELL +++++ AKTUELL

Ein Ende des Abendlochs ist in Sicht. Zum kleinen Fahrplanwechsel im Sommer soll die Lücke zwischen etwa 22.30 Uhr und 23.30 Uhr ab Berlin-Zentrum nach Falkensee und Finkenkrug kleiner werden. Einer der beiden Züge, die derzeit ab Hauptbahnhof fast zeitgleich verkehren (23.23 Uhr und 23.26 Uhr), soll dazu etwa eine halbe Stunde vorgezogen werden. Das konnte unser Mann im Fahrgastbeirat, Detlef Hardorp, gemeinsam mit den Fahrplanern von DB Regio erreichen.

Nach Auskunft des VBB soll es zum Fahrplanwechsel im Dezember 07 auf unserer Strecke keine wesentlichen Änderungen geben. (MAZ 24.2.07)

Auf berlinfernen Strecken ist nach Auskunft der Staatssekretärin im Potsdamer Verkehrsministerium, Dorette König, mittelfristig eine weitere Ausdünnung des Schienenverkehrs zu befürchten. (MAZ, 24.2.07)
Benno König

Bahn-AG – Was bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember erreicht wurde

In den vergangenen Jahren gab es zwar eine Reihe von Verschlechterungen im Bahnangebot. Durch beharrliches Drängen konnten wir aber gemeinsam mit den Fahrplan-Experten von DB Regio auch Verbesserungen erreichen:

Seit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 06 besteht auch in Richtung Berlin für die meisten Züge der RB 10 in Spandau Anschluss an Regionalexpresszüge ins Stadtzentrum. Das war im Mai zunächst nur für die stadtauswärts verkehrenden Züge erreicht worden.

Ebenfalls seit Dezember verkehrt ein weiterer Zug der RB 10 (der zwischen 8.00 und 9.00 Uhr) von allen Falkenseer Bahnhöfen zumindest bis Berlin-Charlottenburg. Dafür verkehrt allerdings ein Frühzug nur noch bis Spandau, was aber viel weniger Fahrgäste betrifft.

Spätzüge der Linie RE 6 (nach 22.00 Uhr) halten weiterhin auch in Finkenkrug, um Lücken im Angebot zu schließen. Diese Züge haben vom Berliner Zentrum aus Anschluss mit den RE-Zügen in Richtung Rathenow. Die RE 6 um 23.12 Uhr ab Spandau verkehrt allerdings nur freitags und samstags, die Züge um 22.12 Uhr und 0.12 Uhr aber täglich.

Benno König

„Vertrauensstörende Maßnahmen“ – politisches Kabarett mit Heinrich Pachl am 28. Januar 2007

Der Bürgerverein Finkenkrug eröffnete am 28. Januar 2007 die Kultursaison 2007 im Bürgerhaus mit Heinrich Pachl, einem der bekanntesten Polit-Kabarettisten Deutschlands und seinem neuen Programm „Vertrauensstörende Maßnahmen“.

Heinirch Pachl

Heinrich Pachl, Preisträger des Deutschen Kabarettpreises 2006, begann in den siebziger Jahren mit neuen Formen und „alternativen“ Inhalten das Kabarettleben aufzuwecken. „Kölns bissigster“ Spötter, wie man ihn zuweilen nennt, hat sein kabarettistisches Handwerk mit Polit- und Straßentheater von der Pike auf gelernt. Bekannt wurde Pachl u.a. durch seine gemeinsamen Auftritte mit Richard Rogler, Matthias Betz und Arnulf Rating.

Mit freundlicher Genehmigung der MAZ veröffentlichen wir an dieser Stelle den nachfolgenden Artikel, der am 30. Januar 2007 in der MAZ erschien:

## Killerkanichen Donald und pommersche Kampfkartoffel
Kaberettist Heinrich Pachl bot am 28.1.2007 im Finkenkruger Bürgerhaus Polit-Satire vom Feinsten

„Es gibt Menschen, die glauben, auf dem Arbeitsamt gäbe es Arbeit. Das wäre als ob man auf dem Gesundheitsamt geheilt wird oder beim Finanzamt Geld bekäme“, stellte Heinrich Pachl ernüchtert fest. In Hochgeschwindigkeit reihte der Kölner Kabarettist bissige Bemerkungen dieser Art einander und sorgte am Sonntag bei mehr als 60 Gästen im ausverkauften Finkenkruger Bürgerhaus für nahezu anhaltendes Gelächter. Pachl präsentierte sein aktuelles Programm mit dem Titel „Vertrauensstörende Maßnahmen“. Dabei reflektierte er zunächst höhnisch, fast trocken das Zeitgeschehen, um dann nichts und niemanden ungeschoren davonkommen zu lasssen. Zur Zielscheibe seines Spottes avancierten vor allem Politiker auf allen Ebenen der Macht. Er begann bei klüngelnden Kölner Lokalpolitikern und endete bei George W. Bush und seinem „Killerkaninchen“ Donald Rumsfeld. Für jeden Star der politischen Talkrunden hatte der vitale Satiriker einen passenden Kosenamen parat. Jürgen Rüttgers trieb den Zuhörern als „Robin Hood der Arbeiterklasse“ zur Abwechslung mal vor Lachen Tränen in die Augen. Friedbert Pflüger sei die „Uschi Glas“ der CDU“ und Margaret Thatcher „die vormalige Domina der Downing Street“. Guido Westerwelle wirke wie „ein Herrenreiter, dem man das Pferd nicht mehr sattelt“. Als „Kombination aus Radio Luxemburg und Rosa Luxemburg“ bekam Oskar Lafontaine eins übergebraten. Mehrere Spitznamen erübrigte Pachl für Friedrich Merz‚ dem „Erfinder seiner eigenen Kanzlerkanidatur“, „Marquis de Sade des Saulerlandes sowie „Kinski der CDU“. Dank der Kunst der Wortspielerei kam Horst Köhler an den Pranger, der als Steigerung von Kohl „Kurpfuscher der deutschen Einheit“ war. Murmelnd betete der Meister der Politsatire die vier Artikel des Köhler-Glaubens herunter: „Flexibilität, Mobilität, Senkung der Lohnnebenkosten und sozial ist, was Arbeit schafft.“ In Wallung geriet das Zwerchfell seiner Zuhörer auch, als Pachl beim Marathon durch die politischen Hierarchien mit der Kanzlerin abrechnete. Schon der „postkoitale Blick“ der „pommerschen Kampfkartoffel“ auf den Wahlplakaten erhöhte die Gefahr von Auffahrunfällen im Straßenverkehr. Dennoch gestand der Kabarettist, jeden Morgen „Merkel-Möge-Übungen“ zu machen.

Neben der Politiker-Kaste rechnete er auch gnadenlos mit nahezu allen anderen gesellschaftlichen Sachlagen, Randgruppen und Erscheinungen ab. Pachl sparte weder den Geburtenrückgang noch die Generation der Praktikanten, den alten und den neuen Papst oder Kassenärzte und Homöopathen aus, die in der Dritten Welt wesentlich kostenneutraler seien und Schamanen heißen würden. Florida-Rolf, „Schutzpatron der Arbeitslosen“, bescheinigte er eine Deutschland-Allergie. Mit „Kölns bissigstem Spötter“ ist dem Finkenkruger Bürerverein gelungen, den gegenwärtigen Star seines Genres in die havelländische Provinz zu holen. Heinrich Pachl erhielt 2006 den deutschen Kabarett-Preis. Darüber hinaus hat sich der 1943 geborene Grimme-Preisträger als Autor und Filmemacher einen Namen gemacht.

„Ich schreibe die Künstler an, mache darauf aufmerksam, dass wir ein kleiner Verein mit viel Engagement sind und hoffe auf eine positive Antwort“, sagte die Organisatorin der Kulturveranstaltungen vom Bürgerverein Ines Gordon bescheiden. Der wie Pachl aus Köln stammende Liedermacher Gerd Schinkel hätte auch geholfen und den Finkenkruger Auftrittsort empfohlen. Das dortige Publikum war letztlich begeistert: „Das Tempo war beeindruckend. Kaum hatte man sich etwas verbildlicht,. kam schon ein neuer Gag“, sagte eine Besucherin. „Spitze, er ist charmant geblieben und ging nicht unter die Gürtellinie“, lautete eine andere Meinung.

Annett Lahn
für die Märkische Allgemeine Zeitung

##3. März 2007 – 20.00 h – Klassikkonzert mit dem Roloff-Quartett mit Werken von Juan Chrisóstomo de Arriaga und Wolfgang Amadeus Mozart

Roloff-Quartett

Das 1997 gegründete Quartett, bestehend aus Ulrich Roloff (Flöte), Clarissa Forster-Mommert (Violine) Katharina Becker (Viola) und Reinhild Cleff (Violoncello) hat zum Mozart-Jubiläum 2006 die Flötenquartette sehr erfolgreich aufgeführt und auch eine Live-CD dieser Werke eingespielt. Zum Repertoire des Quartettes gehören auch ausgefallene Bearbeitungen, z.B. „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ von Joseph Haydn oder die Streichquartette von Juan Crisóstomo de Arriaga.

Ulrich Roloff (www.ulrich-roloff.de) konzertiert als Solist und Ensemblemusiker im In- und Ausland und ist Gast auf Musikfestivals und in Konzertreihen (u.a. Musiktage Salzgitter, Reihe Wartburgkonzerte von DeutschlandRadio, Reihe Potsdamer Hofkonzerte im Neuen Palais, Konzert beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue). Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich auch kompositorischen Aufgaben. Wesentliche musikalische Prägung verdankt er der Zusammenarbeit mit seinem Vater, dem Pianisten Prof. Helmut Roloff.

Clarissa Forster-Mommert ist in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles tätig (u.a. Trio Legato). So widmet sie sich von je her neben pädagogischen Aktivitäten im Schwerpunkt der Kammermusik, war auch zeitweise Mitglied im Ensemble Oriol. Das Violinspiel begann sie mit 9 Jahren, studierte dann später Violine bei Guido van den Bosch, Christoph Poppen (Hochschule für Musik Rheinland) und Ilan Gronich (Hochschule der Künste Berlin). Clarissa Forster-Mommert nahm an Meisterkursen im In- und Ausland teil.

Katharina Becker lebt in Berlin und hat sich vor allem der Kammermusik (u.a. Mitglied im Prinzregentenquintett, Trio Legato) und pädagogischen Tätigkeiten zugewandt. Sie erhielt mit 8 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Mit 18 Jahren wechselte Katharina Becker zur Bratsche und studierte dann in Freiburg i. Br. und in Berlin an der Hochschule der Künste (nunmehr Universität der Künste). Außerdem erhielt sie wichtige Impulse von Serge Collot in Paris. Das Studium begleiteten Kurse im In- und Ausland und Tourneen durch Europa und Afrika.

Reinhild Cleff lebt als frei schaffende Musikerin in Potsdam und deckt ein breites Spektrum von musikalischen Stilrichtungen ab: früh machte sie sich einen Namen als Kammermusikerin (heute u.a. Duo mit Ulrich Roloff, Trio Legato) und Continuospielerin. Auch auf dem Barockcello konzertiert sie. Daneben beschäftigt sie sich in verschiedenen Ensembles mit freier Improvisation. Reinhild Cleff ist eine sehr gefragte Lehrerin für ganz junge Cellisten. Sie studierte in den sechziger Jahren bei Richard Klemm und Enrico Mainardi.

Im Bürgerhaus standen neben Mozart auch zwei Werke von Juan Arriaga , dem „spanischen “ Mozart, auf dem Programm. Der junge Komponist geriet nach seinem frühen Tod 1826 in Vergessenheit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Stilistisch stehen seine Streichquartette neben Haydn und Mozart, lassen aber auch Anklände an den frühen Beethoven erkennen.

Veröffentlicht unter 2007

Schachkurs im Bürgerhaus

Schach: Immer dienstags in der Zeit von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr treffen sich Schüler im Bürgerhaus, um die hohe Kunst des Schachspielens zu erlernen. Unter fachkundiger Anleitung von dem lizensiertem Schachtrainer, Herrn Rolf Trenner, werden Grundkenntnisse vermittelt und erste Schachzüge ausgeübt.
Anmeldung und Informationen über: Schachschule Trenner, Tel.: 03322/237340

28. Januar 2008 – Der Kölner Journalist und Liedermacher Gerd Schinkel las aus seinem Buch „Bin ich ihr ähnlich?“

Gerd Schinkel

Es war einmal eine böse Großmutter … So könnte man die Geschichte auch beginnen, die der Kölner Journalist, Autor und Liedermacher Gerd Schinkel (http://www.gerdschinkel.de/), der zum dritten Mal im Bürgerhaus zu Gast war, in seinem Buch „Bin ich ihr ähnlich? – Adoptivtochter auf Spurensuche in Korea “ (erschienen bei „Books on Demand“ in Norderstedt, ISBN-Nr. 3-8334-33915-7) erzählt. Das Buch, aus dem Gerd Schinkel im gut besuchten Bürgerhaus Finkenkrug am Samstag vorlas, beschreibt die wunderbare Geschichte seiner Adoptivtochter Anneli, die ihre leibliche Mutter in Korea suchte und auch fand. Wäre die Geschichte einer Adoption und deren Auswirkungen ausgedacht, so würde ihn jeder ob der überaus rührseligen Zutaten belächeln. Doch manchmal passieren offensichtlich Dinge, die über unsere Phantasie hinausgehen. In seinem sehr persönlichen Bericht beschreibt Gerd Schinkel , wie seine Adoptivtochter Anneli vor zwei Jahren über einen Aufruf im koreanischen Fernsehen ihre leiblichen Eltern fand – und erfuhr, dass diese dachten, sie wäre bei der Geburt gestorben. Unsentimental , wachsam, aber auch heiter reflektiert Gerd Schinkel diese bewegende Zeit in seinem Buch. Während der Lesung, die der Autor mit eigens hierfür geschriebenen Liedern begleitete, diskutierte der Autor auch die Frage,warum es vielen Adovptiveltern so schwer fällt, die Suche ihrer Kinder nach ihren biologischen Eltern zu unterstützen. Er verband dies am Ende der Lesung in sehr persönlichen Worten mit der Hoffnung, dass sein Buch Nachahmer finden und jenen Eltern die Ängste nehmen möge, ihre Kinder an die leiblichen Eltern zu verlieren.

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9. Februar 2008 – die deutsch-niederländische Gruppe „Klewitzki za Strance“ spielte Balkanjazz

Klewitzki za Stance

Man nehme vier unterschiedliche Charaktere und musikalische Karieren, füge sie zu einer skurrilen Besetzung zusammen und segele damit dann, konsequent vorbei am Trend, Richtung Ost-West/Ost. Dann erhält man, in etwa, „Klewitzki za Strance“, zu deutsch: „Klewitz für Ausländer“. Poesie aus Kroatien, Tanzmusik aus Transsylvanien und Mahalas, die Hits aus den Zigeunervierteln Bukarests… das und mehr umfasste das Programm, das die Band im ausverkauften Bürgerhaus vorstellte. Für besondere Begeisteriung bei den vielen anwesenden Kindern sorgte Hund „Arpad“, der sich gern auch während des Konzerts mit dem einen oder anderen von ihnen anfreundete.

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8. März 2008 – Die Berliner Folksängerin Kerstin Blodig präsentierte skandinavische Weltmusik im Bürgerhaus

Kerstin Blodig

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Kerstin Blodig (www.KerstinBlodig.com), die schon im letzten Jahr mit dem Duo „Kelpie“ im Bürgerhaus gastierte, begeisterte am Samstag vor ausverkauftem Haus mit ihren Arrangements traditioneller skandinavischer Folklore und eigenen Kompositionen, wobei sie sich auf der Gitarre, der Bouzouki und der Bodhrán begleitete. Besonders widmete sie sich wieder der norwegischen Folklore und entführte die Zuhörer mit ihren gesungenen Märchen von Trollen, Feen, Bergriesen und Elfenkönigen in die nordische Sagenwelt. Eine nette Überraschung war es, als Ian Melrose, Kerstins Partner aus „Kelpie“ und im Publikum anwesend, Kerstin bei einem ihrer Stücke auf seiner Flöte begleitete. Ein wunderschöner Abend im Bürgerhaus, der Kerstin Blodig sicherlich wieder viele neue Fans bescherte.

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Für einen besseren Regionalbahnverkehr

Mentor: Benno König (benno-koenig@arcor.de)

Die Bahn-AG des Bürgervereins Finkenkrug setzt sich ein für einen besseren Regionalbahnverkehr von und nach Finkenkrug. Um unserer Stimme mehr Gewicht zu geben, arbeiten wir dabei im Aktionsbündnis PRO Regionalverkehr Osthavelland (www.pro-regionalverkehr-osthavellend.de) mit anderen Initiativen und betroffenen Pendlern aus Brieselang, Falkensee, Seegefeld und Berlin-Spandau zusammen.

Zu unseren Forderungen gehören:

  •  Wir verlangen eine halbstündige, schnelle Verbindung von allen Bahnhöfen zur Berliner City (zum Beispiel Finkenkrug-Friedrichstraße in knapp 30 Minuten), auch abends und am Wochenende. 
  •  Um dies zu erreichen, sollen Regionalexpress-Züge wieder in Finkenkrug halten. Gleiches sollte auch für die übrigen Bahnhöfe entlang der Strecke gelten, zum Beispiel für Brieselang. 
  •  Eine Kappung von Regionalbahnlinien in Spandau lehnen wir ab. Mindestens muss es dort einen guten Anschluss an schnelle Züge ins Berliner Zentrum geben. 
  •  Das Projekt eines S-Bahn-Baus bis Falkensee (oder Finkenkrug) soll nicht weiterverfolgt werden, da drastische Einschränkungen im Regionalbahnverkehr die Folge wären. Das Ergebnis wären inakzeptabel lange Fahrzeiten für alle. 
  •  Stattdessen soll der bestehende Regionalverkehr ausgebaut und qualitativ verbessert werden. Das ist viel billiger und effektiver. 
  •  Die Probleme mit Verspätungen oder gar Zugausfällen sind zwar auf unserer Strecke geringer geworden. Auch hier setzen wir uns aber weiter für mehr Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit ein. 

Weitere Mitglieder des Aktionsbündnisses sind die Bürgerinitiative „Brieselang nicht abhängen“, der „offene Arbeitskreis Bahn Brieselang“, die Interessenvertretung „Bahnpendler Seegefeld Albrechtshof“, die „Bürgerinitiative Spandauer Verkehrsbelange 73“ und weitere engagierte Bahnfahrer.

Benno König